3 Tage im Spätherbst

Ein Titel wie „3 Tage im Spätherbst“ klingt doch fast nach einem romantischen Liebesroman. Na gut, das Cover des im Kopp Verlag erschienen Werks zeigt ganz deutlich, dass dies natürlich nicht der Fall ist. Vielmehr entführt uns der Autor Stephan Berndt in eine bunte – ach nein, dunkle muss es heißen – Welt der Verschwörungstheorien.

Verschwörungstheorie – dieses Wort hat ist natürlich sehr negativ belastet und bei der Benutzung dieses Wortes kann man nun schon ahnen, wie das Buch bei uns abschneiden wird. Aber kommen wir erst mal zum Inhalt zu sprechen. Als doch recht langen Untertitel trägt das Buch den Namen „Wie Hellseher weltweit seit Jahrhunderten eine 3-tägige Finsternis für unsere Zeit voraussehen“.

Nun… Auch das Wort Hellseher hat für viele bereits etwas an sich, dass dem ganzen Werk die Glaubwürdigkeit nehmen kann. Ja, es stimmt schon, dass so manch ein sogenannter Hellseher Ereignisse vorhergesehen hat, die andere nicht erahnt haben, aber sehr viele sogenannte Vorhersehungen sind schlicht und einfach nicht eingetreten. Wie oft ist die Welt nun eigentlich schon untergegangen?

Stephan Berndt nun vermittelt dem Leser mit seinem Buch, dass viele Hellseher wohl recht haben müssen und dass nicht nur eine dreitägige Finsternis bevorsteht, sondern auch verschiedene Naturkatastrophen geschehen und ein Polsprung ausgelöst wird. Als Topping gibt es danach dann den Dritten Weltkrieg, man hat ja nicht schon genug mit den Opfern der Katastrophe zu tun…

Bernd legt uns dabei recht viele Prophezeiungen bekannter Hellseher vor – deutet diese Prophezeiungen dann eben selbst. Manchmal nachvollziehbar, manchmal doch sehr an den Haaren herbei gezogen. Man kann zusammenfassend sagen: Leider ist dieses Werk so übertrieben geschrieben, dass man als objektiver Leser schnell den Lust und den Glauben an das Gelesene verliert.

Wer generell an der Thematik interessiert ist, jedoch nicht zwangsläufig an Vorhersehungen glaubt, dem seien andere Titel empfohlen. Wer allerdings ohne derselben Meinung ist wie der Autor, der wird sich nur weiter bestätigt fühlen – Belege fehlen jedoch auch dieses Mal.

3 Tage im Spätherbst

3 Tage im Spätherbst
4.6666666666667

Schreibstil

6/10

    Inhalt

    4/10

      Informationsgehalt

      4/10

        Pros

        • Leicht zu lesen
        • Interessant für alle, die an Vorhersehungen glauben

        Cons

        • Es fehlt an Belegen
        • Interpretationen sind teilweise sehr weit hergeholt
        • Viel zu Verschwörungs-theoretisch

        Schreibe einen Kommentar

        Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.