5 Minutes Rage (PC, Preview)

Anschuss! In 5 Minutes Rage geht es sportlich zur Sache, denn in der Wunderwelt der Neon-Zukunft hat es sich mit Fußball scheinbar erledigt. An der Tagesordnung steht dafür ein brutaler Blutsport, bei dem die Athleten schwer bewaffnet über das Spielfeld springen. Das Spiel befindet sich zwar noch eine Weile in Entwicklung, aber einen ersten Blick durften wir trotzdem drauf werfen.

Setting

Auf dem Schlachtfeld schießt ihr natürlich nicht auf Menschen. Nein, stattdessen übernehmt ihr die Kontrolle über einen Junkbot, anders gesagt einen Schrottroboter, den ihr euch nach Lust und Laune aus verschiedenen Teilen selber gestalten könnt. Ihr dürft euch eine Farbe aussuchen und habt sogar eine Auswahl an Helmen, Brustpanzern usw.- verschiedene Effekte besitzen diese aber leider nicht. Das Prinzip ist aber anderen „Shooter“-Sportarten wie Unreal Tournament’s Bombing Run: Es gibt zwei Teams, und alle Spieler haben die Aufgabe, den Ball in das Gegnertor zu transportieren. Um das zu schaffen, müssen die Teams perfekt zusammenarbeiten und den ein oder anderen Gegenspieler mit ein paar gezielten Laserschüssen umnieten…

Gameplay

Gespielt wird immer in zwei Teams, in 1v1 oder 2v2 Spielmodi, in 5-Minuten langen Runden. Die Steuerung ist schnell gelernt, denn abgesehen von Laufen, Springen, Schießen (Schnellfeuer oder eine Art Rakete) und Blocken gibt es keinerlei Sonderfähigkeiten. Das ist an sich zwangsweise erstmal nichts Schlechtes, wenn die Konfrontationen und Kämpfe trotzdem spannend bleiben. Die Runde gewinnt das Team mit den meisten Punkten, es gibt einen Punkt, wenn ihr den Ball in das Tor schießt und zwei, wenn ihr euch selbst mit dem Ball in das Tor des Gegners stürzt. Spielen könnt ihr das Spiel entweder lokal mit Freunden oder Online gegen Fremde spielen.

Viel mehr gäbe es zum Gameplay bei 5 Minutes Rage nicht zu sagen, denn bis jetzt hält sich der Umfang des Ganzen recht bedeckt. Das, was da ist, hat aber auf jeden Fall Potential. Ich habe früher in Unreal Tournament eine Menge Bombing Run gespielt. Grund dafür war das einfache Spielprinzip, dass durch eine Auswahl an ausbalancierten Waffen , relativ große Spieleranzahl und charakteristischen Karten trotzdem komplex genug war, um dem Spieler eine ganze Bandbreite an Strategien zur Verfügung zu stellen. Bis jetzt fehlt mir das bei 5 Minutes Rage ein wenig. Durch die 2,5D-Ansicht des Spielfelds und die kleinen Karten geht einiges an Tiefe verloren. Auch die mickrige Auswahl von zwei Waffen nimmt den Spielern ein wenig die Möglichkeit, seinen eigenen Stil zu finden. Tötet ihr zwei Spieler des Gegnerteams nacheinander, erscheint im Hintergrund ein riesiger Schädel, der eine Killserie signalisiert. Besondere Boni oder Handicaps gibt’s dadurch aber nicht, einfach nur ein halbhübsches Knochengesicht.
So ist es eigentlich mit dem Gesamtinhalt des Spiels. Die Idee ist gut, aber es fehlt deutlich an Tiefe und Content, um eine wirkliche Langzeitbegeisterung aufzubauen, geschweige denn eine mögliche und aktive E-Sport Community, für die sich 5 Minutes Rage eigentlich eigenen würde.

Grafik und Sound

Neon, Neon, Neon… Da 5 Minutes Rage (vermutlich) in einer Art dystopischen Zukunft spielt, passen die düsteren Umgebungen zu den etwas billgen, grellen Farben der Neonreklame. Die Partikeleffekte und Modelle sind auch recht schick, und der Soundtrack stimmt.


Fazit

Die Idee ist gut, und wenn noch ein paar neue Mechaniken dazu kommen, sollte man sich 5 Minutes Rage auf jeden Fall mal angucken.

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