An Assfull of Love – Monkey Madness

Was macht eine gute Band aus? Klar, zunächst sollten die Mitglieder ihr Handwerk verstehen, ihre Instrumente beherrschen und ein Sänger, der eine gute Stimme hat, wäre auch nicht schlecht. Dann sind da natürlich die Songs. Sie dürfen nicht alle gleich klingen, sollten dem Genre der Band aber doch irgendwie treu bleiben. Die Texte! Die Texte müssen selbstverständlich auch etwas hermachen! Das muss gar nicht philosophisch oder voller Liebesgeschnulze sein, lustig ist auch voll gut.

Okay, diese Punkte erfüllen die meisten Bands, die mehr oder weniger erfolgreich Platten vermarkten. Was braucht eine Band aber, um einzigartig zu sein, um aus der Masse herauszustechen und Fans und Hater gleichermaßen anzulocken? Auch da gibt es verschiedene Punkte: Die Outfits. Ein Merkmal, das man gleich mit dieser einen Band verbindet. Ein bisschen Sexappeal wäre auch ganz schick. Und ganz wichtig: Charakter.

An Assfull of Love auf dem Prüfstand

All dies hat An Assfull of Love: Musiker, die ihren Instrumenten großartige Töne entlocken können, einen tollen Sänger, dessen Stimme man direkt wiedererkennt, abwechslungsreiche Songs und Texte, denen man gerne lauscht, weil sie raffiniert sind. Den Stempel für eine durchschnittlich gute Band bekommen die Jungs aus dem Saarland schonmal.

Kommen wir also zu den Fleißbienchen, die sich die Herren noch dazu verdienen können. Die Outfits: rosa muss mit! Daniel erkennt man immer an seinem pinken Bandana. Und generell ist der Band einen Hang zum grellen Glam-Prinzessinnen-Ton nicht abzuschreiben. Häkchen für den Wiedererkennungswert auch in diesem Fall. Sexappeal? Hey, schaut euch die Videos an! Natürlich ist hier geballte Manpower am Start! Und Charakter hat die Band allemal! Auch hier wird gerne erneut auf die Videos verwiesen. Glam-Punk-Rocker, die sich selbst nicht immer ernst nehmen, sich für einen Spaß nie zu schade sind und einfach coole Säue sind.

 

Achtung, dämlicher Wortwitz: Was für ein Affentheater!

So. Warum sind wir nun eigentlich nochmal hier? Ach genau. Nach all der Lobhudelei sollte ja eigentlich das bevorstehende neue Album „Monkey Madness“ eine Review bekommen. Man kann es aber nun schon erahnen, dass diese ziemlich positiv ausfallen wird. Wer bis hierher also noch nicht auf der Schleimspur ausgerutscht ist, darf sich nun im weiteren Textverlauf gerne über die neue Scheibe informiert wissen.

12 Songs erwarten uns auf „Monkey Madness“. Den Start macht der gleichnamige Titel, der mal ordentlich klar macht, dass uns einiges an Spaß, gute Laune und Qualität erwarten wird. Uh-ah-uh-ah – wer kann da schon widerstehen?! Diese Qualität finden wir dann in „Bang Bang Boom“ sofort wieder. An Assfull of Love machen deutlich, was ihnen ihre Musik bedeutet – und das ist wirklich einiges!

Und so geht das Album fortan weiter. Voller kraftvoller Songs mit ausgeklügelten Texten, die einfach gute Laune machen. An Assfull of Love ist eine Band, die eine nie endende Party verspricht und das Versprechen mit diesem Album auch hält. Man könnte nun Schritt für Schritt jeden einzelnen Song auseinander nehmen, kommentieren und dazu irgendeinen Senf abgeben. Man kann aber auch sagen: hier ist jeder einzelne der 12 Songs gut. Richtig gut!

Monkey Madness in Dauerschleife

Wer „Monkey Madness“ in den CD-Player einwirft, bekommt eine endlose Punkrock-Party (ein Hoch auf die Repeat-Funktion) und mit „Luchardor El Cudo“ ein bisschen spanisches Urlaubsfeeling obendrauf. Möchtet ihr noch einen Anspieltipp haben? Gerne, die Tracklist seht ihr unten!

Man kann also ruhigen Gewissens sagen, dass sich nach „Prepare for Loveshock“ das lange (verdammt lange!) Warten auf eine neue Veröffentlichung gelohnt hat. Aber einen Dämpfer muss es schon noch geben. Während ich damals „Weiter“ zu einem meiner Lieblingssongs des Albums erklärt habe und sagte, dass die Jungs auf Deutsch auch richtig gut klingen, gibt es diesmal nicht einen Song in der Muttersprache! Was soll das denn?! Das kostet euch die 100er Wertung, Jungs! Und nun kommt auch mal nach Österreich, dann wird euch dieser Frevel verziehen!

 

 

Tracklist:

 

1
Monkey Madness
2
Bang Bang Boom
3
Neverending Springbreak
4
Lumberjack Lesbians
5
Orgasm Joe
6
Allergy To Stupidity
7
Hipsterland
8
Sucker [Explicit]
9
Luchador El Culo
10
Motorboat Ride
11
No Pants No Problem
12
Sunrise

An Assfull of Love - Monkey Madness

An Assfull of Love - Monkey Madness
9.8

Titelauswahl

9.6 /10

Sound

9.7 /10

Stimmung

10.0 /10

Pros

  • Musikalisch einwandfrei
  • Einprägsame und gut gelungene Texte
  • Gute Laune pur!

Cons

  • Der eine deutsche Titel fehlt!

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