Anybody out there: Dead City (iOS)

Die heutigen Smartphones können so einiges. Nicht nur, dass mobiles Internetsurfen zur Alltäglichkeit geworden ist, auch die Handyspiele können wir in hervorragender Grafik genießen. Immer besser, immer wieder die anderen Games übertrumpfen… Dabei kann es manchmal so einfach sein. Manchmal braucht man nicht mehr als ein bisschen Text…

Genau das ist es nämlich, dass das Spiel „Anybody out there: Dead City“ ausmacht. Es handelt sich dabei um ein Echtzeit-Textadventure. Wir erhalten eine Nachricht von Sam, der überglücklich ist, jemanden zu erreichen. Einen Menschen, einen lebenden Menschen! Doch wir wissen erstmal gar nicht, was überhaupt das Problem ist, denn bei uns ist schließlich alles normal. Bei Sam hingegen scheint die Welt unterzugehen. Er spricht von lebenden Toten, von einem Bunker und von schießwütigen Menschen.

Sam, geht’s dir gut?

Doch all das erfahren wir erst im Verlauf einiger Tage. Richtig gehört, Tage. Denn das Spiel kann nicht einfach so mal eben durchgespielt werden – schließlich handelt es sich um ein Echtzeitadventure. Wenn Sam also sagt, er meldet sich in einer Stunde wieder, dann ist auch mindestens eine Stunde gemeint. Und wenn er sich in die Nacht verabschiedet, dann können wir davon ausgehen, dass wir in den nächsten Stunden nichts von ihm hören werden. Das mag nun zunächst etwas langweilig erscheinen und tatsächlich kommt das Spiel in den ersten Stunden auch nur langsam in Fahrt.

Doch dann wird es spannend. Sam bittet uns immer wieder um eine Entscheidungshilfe, die dann schwerwiegende Folgen haben kann – oder Sam das Leben retten. Am Ende eines Tages erhalten wir eine Art Abschlussbericht und erfahren, wie viele andere Spieler genauso entschieden haben wie wir.

Wo bleibt denn nur die nächste Nachricht?

„Anybody out there: Dead City“ wird schnell zu einem guten Begleiter. Man wartet regelrecht auf eine Nachricht von Sam. Geht es ihm gut? Ist ihm etwas passiert? Was hat er wohl neues zu berichten? In den wenigen Tagen (vier an der Zahl), wächst einem der Unbekannte fast schon ans Herz. Man möchte helfen. Man möchte die richtige Entscheidung treffen. Und wenn es dann zu einem Ende kommt – wie auch immer dieses aussehen mag – ist man etwas traurig, dass man nun auf die liebgewonnenen Nachrichten verzichten muss. Hätten wir nicht noch ein paar Tage mehr zusammen verbringen können? Klar, man kann nochmal von vorne beginnen und andere Entscheidungen treffen – aber es wird halt nie wieder so wie beim ersten Mal.

Will sagen: „Anybody out there: Dead City“ ist ein kleines „Mindfuck“-Game, denn man bezieht es in den Alltag ein, man lässt sich kurzfristig immer mal wieder ablenken und man fiebert irgendwie mit und wartet auf die nächste Nachricht. Für nichtmal einen Euro ist das eine tolle Investition für einige Tage und wer ein bisschen Spannung haben möchte, der sollte ruhig zugreifen!

Anybody out there: Dead City

Anybody out there: Dead City
9.1

Spannung

9.2/10

Story

8.6/10

Preis-Leistungs-Verhältnis

9.5/10

Pros

  • Ein spannender Begleiter für ein paar Tage
  • Verschiedene Spielausgänge
  • Vorsicht, so schnell vergisst man Sam nicht!

Cons

  • Kommt etwas schwer in Gang

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