Bad Pad (PC, Preview)

In den meisten Spielen müssen die Controllerknöpfe einiges aushalten. Bei jedem schweren Sprung und jedem zähen Gegner werden sie traktiert. Manch einer hat bei besonders frustrierenden Spielen vielleicht schonmal einen Controller zerstört. Aber denkt dabei auch jemand daran, was mit den Knöpfen passiert? Bad Pad lässt euch genau dieses Szenario ausmalen, und unsere Geschichte beginnt mit einem zerstörten Controller…

Setting

An einem schönen Sommerabend in ’88 sitzt ein Junge im Schein seines Fernsehers und spielt ein Videospiel. Im passiert das, was den Meisten irgendwann passiert: In einem Level kommt er einfach nicht weiter. Was er auch tut, er versucht es für Stunden, doch kein Erfolg. Aus Wut zerbricht er das Gamepad und verlässt das Zimmer. Doch plötzlich erwachen die Knöpfe des Gamepads zum Leben. Und direkt macht einer Ärger, verschwindet in ein Raumschiff und will die Welt erobern. Jetzt liegt es an euch, mit Hilfe der anderen Knöpfe die Welt zu retten.

Gameplay

Auf den ersten Blick sieht Bad Pad aus, als hätte man Super Meat Boy mit Castlevania gekreuzt. Auch der zweite Blick verändert nicht viel daran, beim dritten bemerkt man dann, dass Bad Pad genau das ist. Ein akrobatischer und superschwerer Plattformer mit einem großen Schloss zum Erkunden. Das Prinzip ist simpel. Ihr lauft durch die verschiedenen Bereiche des riesigen Schlosses, betätigt Schalter um neue Bereiche des Schlosses freizuschalten und versucht nicht zu sterben.

Wem das Ausweichen der endlosen Fallen auf dem Weg nicht reicht, der kann die versteckten Münzen sammeln, um neue Charaktere freizuschalten. Die langen Renn- und Springorgien werden zwischendurch durch Minispiele etwas aufgefrischt, ausserdem gäbe es da noch die bekämpfbaren Bosse.
Tatsächlich vertragen sich das offene Leveldesign und das akrobatische Plattforming sehr gut, man kriegt wirklich ein Gefühl dafür, dass man einen riesigen und komplexen Ort erforscht, anstatt zusammenhanglos Level für Level zu durchlaufen. Das heißt aber nicht, dass es einfach wird, durch das Schloss zu reisen. Im Gegenteil, der Herausforderungsfaktor in Bad Pad ist beinhart. Das liegt zum einen an den typischen Plattformereigenschaften, also dass man ziemlich schnell und sehr präzise steuern muss. Zum Großteil liegt das aber an dem Aufbau des Spiels. In Super Meat Boy, beispielsweise, hängt man an einem Level fest. Man schafft es nicht, stirbt immer wieder an der gleichen Stelle. Aber man trainiert so lange, bis man ein Gefühl für das Problem kriegt und den Level endlich schafft, sodass man stolz voranschreiten kann. Danach muss man sich (theoretisch) nie wieder an den Level wagen und kann sich voll und ganz auf das Erlernen des neuen Problems konzentrieren. Das ist in Bad Pad nicht so einfach, denn als Metroidvania benötigt das Spiel eine ordentliche Portion Back-Tracking, die einen regelmäßig mit alten Levels konfrontieren. Das heißt, dass man nicht einfach nur ein Level so lange üben kann, bis man es schafft. Man muss einfach gut werden. Und das ist alles andere als einfach.

Für diejenigen, die gegen eine gewisse Herausforderung aber nichts haben, ist Bad Pad ein interessantes Projekt, selbst wenn es sich noch in der Entwicklung befindet. Bereits jetzt ist das Spiel mit einer ordentlichen Portion an Leveln, einem Introvideo und vielem mehr ausgestattet, die zeigen, in welche Richtung sich das Ganze wohl entwickeln wird. Vom Spielgefühl her steht Bad Pad seinen Vorbildern in nichts nach und liefert schnelle, schwere und charmante Action.

Grafik und Sound

Zwar scheint Bad Pad sich ein wenig an Spielen der 16-Bit Ära zu orientieren, ist aber gleichzeitig sehr modern und hochauflösend. Das Artwork an Charakteren und der gesamten Umgebung ist beeindruckend, und neben den vielen bunten Farben bietet Bad Pad noch ein unerwartetes Maß an Gewalt, mit einer Menge Blut und Verletzungen, falls euer Charakter mal wieder in den Stacheln landet. Die Musik ist… einzigartig. So ziemlich alles im Spiel wird von einem originellen Metalsoundtrack begleitet, der Spaß machen kann, wenn man der Typ dafür ist (Es gibt sogar einen eigenen Song für den Kartenbildschirm!)

Fazit

Für jene, die genug Willenskraft und Geduld mitbringen, ist Bad Pad einer der spannendsten kommenden Plattformer.

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