Beholder (PC)

Guten Tag, mein Name ist Stein und ich bin Hausmeister. Langweiliger Job, putzen reparieren, blöde Fragen beantworten. So könnte man meinen. Allerdings nicht, wenn man von der Regierung zu diesem Job verdonnert worden ist und die Funktion des Hausmeisters eher eine Tarntätigkeit ist!

Hier ist jeder sich selbst der Nächste!

Wir befinden uns in einer Zeit, in der die Regierung ordentlich Druck auf ihre Einwohner macht und verbietet, wonach ihr gerade der Sinn steht. Da war man in dem einen Moment noch ein braver Bürger und im nächsten sind bestimmte Bücher und ausländische Musik strengstens verboten. Wenn man Pech hat – und verraten worden ist – dann klingelt es schon bald an der Tür und die Polizei führt den „Verbrecher“ unsanft ab.

Ja okay, erinnert tatsächlich an deutsche Geschichte. Ja, da kann man sich vielleicht auf den Schlips getreten fühlen. Aber müssten dann nicht auch all diejenigen empört sein, die einen Krieg miterlebt haben, wenn ein neuer Shooter mit Kriegsszenario auf den Markt kommt? Just saying, denn schaut man sich ein wenig im Netz um, so beschwert sich kaum einer über das Gameplay von „Beholder“, sondern lediglich über die Tatsache, dass man sich als Spion in einem Wohnhaus betätigt. Andererseits ist das doch wirklich mal ein neues Spielprinzip, das wir sonst nicht geliefert bekommen. Also back to topic.

Fesselndes Spiel mit stimmiger Atmosphäre

Unsere Aufgabe ist es, den Wünschen der Regierung zu entsprechen: durch Schlüssellöcher spähen, in Wohnungen eindringen, wenn niemand zu Hause ist und Sachen durchwühlen und natürlich Bericht über jede Kleinigkeit erstatten. Nebenbei müssen wir uns aber auch um unsere Familie – bestehend aus Frau und zwei Kindern – kümmern. Und natürlich haben diese auch Wünsche und Sorgen. Da stellt sich die Frage, kann man das benötigte Geld tatsächlich erwirtschaften, wenn man sich brav an die Regeln hält?

„Beholder“ folgt keiner klaren Storylinie. Wir können selbst entscheiden, wen wir in das Haus einziehen lassen wollen. Entsprechend ändern sich auch die Aufgaben und Möglichkeiten. Denn wir müssen nicht stur die Anweisungen des Staates befolgen, wir können auch unser eigenes Ding drehen und vielleicht sogar mit den Rebellen gemeinsame Sache machen… Allerdings kann jede Entscheidung schwerwiegende Folgen haben, sodass es passieren kann, dass wir schneller das Zeitliche segnen als gedacht… Dies wiederum erhöht aber den Wiederspielfaktor ungemein. Was wäre wohl passiert, hätte man sich anders entschieden?

Das Spielprinzip und die Möglichkeiten sind also groß – für ein Spiel in diesem Preisniveau – und der Suchtfaktor nimmt immer weiter zu. Grafisch ist „Beholder“ sehr schlicht gehalten, was dem Spielspaß aber keinen Abbruch tut – im Gegenteil: es verleiht dem Spiel eine ganz besondere Atmosphäre. Selbiges gilt für den Soundtrack, sodass man abschließend sagen kann, dass bei „Beholder“ alles richtig gemacht wurde und wir ein großartiges Indie-Spiel vor die Nase gesetzt bekommen haben!

Beholder

Beholder
9.125

Gameplay

10/10

    Grafik und Sound

    9/10

      Steuerung

      9/10

        Wiederspielfaktor

        9/10

          Pros

          • Jede Entscheidung kann Folgen haben
          • Hebt sich durch das Spielprinzip von der Masse ab
          • Stimmige Grafik und Sound
          • Hoher Wiederspielwert

          Cons

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