Bella Germania (DVD)

Kein Fan von deutschen Filmen? Dann wird auch „Bella Germania“ nicht gefallen, denn wer bei Rosamunde Pilcher Veröffentlichungen und deutschen Drama-Serien nur die Augen verdrehen kann, dem wird es hier ganz genauso gehen. Eine Überraschung gibt es hier leider nicht zu erwarten. Wer allerdings die zuvor genannten Exemplare gerne sieht – der greife bitte zu!

Streng genommen handelt es sich hier nicht um einen Film, sondern um einen Dreiteiler, soviel Zeit muss ja sein. Ein Dreiteiler, der auf den Romanen von Daniel Speck basiert. Oder besser gesagt: Ein Film, der die Romane nacherzählt, denn hier wird sich ziemlich nahe am literarischen Werk orientiert. Das ist gut, denn viel zu häufig weichen Filmen von den Büchern ab und die Fans werden enttäuscht. Hier kassiert „Bella Germania“ also den ersten Pluspunkt.

Worum geht es überhaupt?

Wer die Bücher nicht kennt, dem sei hier eine schnelle Zusammenfassung gegeben: Julia (gespielt von Natalia Belitski, die man zuvor hie und da in Serien wie „Tatort“ und „Bloch“ oder deutschen – nicht ganz so namhaften – Filmen zu sehen bekommen hat) ist eine junge Modedesignerin, die sich inmitten ihres eigenen Familiendramas befindet. Vater vielleicht doch nicht tot, Opa plötzlich aufgetaucht, Mutter etwa eine Lügnerin? Julia macht sich also auf die Suche nach ihrem Vater, entdeckt ihre italienischen Wurzeln und erlebt so manch (unglaubwürdige) Geschichten.

Was ist besser, Buch oder Film?

Die Sache mit den Literaturverfilmungen ist ja immer so eine Sache. Die einen sind begeistert, die anderen völlig enttäuscht. Hier ist es so, dass sich wie gesagt gut an die Vorgaben gehalten wurde – und dennoch hat man es geschafft, aus einer gelungenen Buchreihe einen vollkommen kitschigen Dreiteiler zu machen. Echte ARD- und ZDF-Kunst. Wer auf Rosamunde Pilcher gar nicht steht oder die Bücher von Barbara Woods liebt und bei den Verfilmungen Gänsehaut im negativen Sinne bekommt – der weiß, was wir hier meinen.

Kurzum: Tolle Bücher, schnulziger Dreiteiler. Die Darsteller sind mittelprächtig, die Filmkunst auf gewohntem deutschem Niveau. Nicht schlecht oder unprofessionell. Aber eben auch nichts Besonderes.

Bella Germania

Bella Germania
6.4

Story

8.1 /10

Storyumsetzung

4.7 /10

Darsteller

5.6 /10

Bild- und Tonqualität

7.0 /10

Pros

  • Gute Story - dank der Romanvorlage
  • Bild- und Tonqualität sind für einen Fernsehfilm in Ordnung

Cons

  • Äußerst kitschig
  • Mittelmäßige Schauspieler

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