Betontod – Revolution

Wir haben euch schon von so mancher einer Punkrock-Band berichtet. Viele davon sind eher Geheimtipps, was ihre Musik natürlich nicht abwerten soll. Punkrock ist wohl zur Zeit ein Genre, das den Geschmack der Masse nicht ganz so trifft. Aber who cares? Wichtig ist ohnehin nur, dass diejenigen, die zur Zielgruppe gehören, die Songs mögen!

Eine Punkrock-Band allerdings, die auch einigen bekannt sein könnte, deren Musikgeschmack ein anderer ist, ist Betontod. Ich muss zugeben, dass ich an das Album „Revolution“ nicht ganz unvoreingenommen herangehen kann, weil ich die Band schon ein paar Mal live gesehen habe und die vorherigen Alben allesamt in der Sammlung habe. Aber andererseits ist so auch die Erwartung deutlich höher als wenn man nicht weiß, was einen erwarten könnte, oder?

Da ist das Ding!

Nun, auf „Revolution“ haben die Fans sehnlichst gewartet. Und das obwohl Betontod eine Band ist, die ihre Anhänger nie lange auf dem Trockenen sitzen lässt und in den letzten Jahren ordentlich für Nachschub gesorgt hat. Skeptiker könnten nun behaupten, dass die Qualität darunter leiden könnte. Könnte. Tut sie aber nicht, wie „Revolution“ eindeutig beweist!

Es geht mit einem ruhigen Intro los, man entspannt sich fast. Oder besser: man konzentriert sich auf das, was gleich kommen mag. Und dann geht’s so los, wie man es von Betontod erwartet: laut, melodisch, tiefgründig im Text, so startet das Album mit dem Song „Revolution“ voll durch. Und schon an dieser Stelle machen die fünf deutschen Musiker klar, dass sie qualitativ wieder einmal ganz weit oben sind.

Wenn man aber ein so gutes Lied wie „Revolution“ direkt an den Anfang einer Scheibe setzt läuft man Gefahr, dass das beste nicht zum Schluss, sondern direkt zu Beginn kommt. Aber es muss ja nicht immer so sein! „Küss mich“ ist ein wunderbares Liebeslied in Punkmanier. Na, welche Punks spielen diesen Song demnächst auf ihrer Hochzeit?

Viva Punk!

Wir könnten jetzt mit jedem der folgenden Songs genauso weiter machen. Jeden einzelnen Titel in den Himmel loben, die großartigen Texte hervorheben, die hohe Qualität der Band erwähnen. Aber wer will das schon insgesamt elf Mal lesen? Ihr könnt natürlich gerne diesen Absatz elf Mal lesen, denn er trifft einfach wirklich auf alle Titel des Albums zu.

Dabei braucht aber niemand befürchten, dass es irgendwann langweilig wird – nein, kein Song gleich dem nächsten, hier ist die ganze Bandbreite des Punkrocks bedient worden. Und ja: Betontod bedienen sich auch solcher Melodien, die man schön mitgröhlen kann und die für ganz harte Punks ein wenig nach Mainstream klingen könnten. Aber nochmal: who cares? Eben diese Titel machen richtig Laune und hören sich ganz laut nochmal eine Nummer geiler an.

Schlussendlich bleibt zu sagen, dass sich Betontod im Vergleich zu ihrer Anfangszeit natürlich verändert haben. Manch einem mag diese Veränderung nicht gefallen, andere sind genau diesen Weg mitgegangen und freuen sich über Songs wie „Herz an Herz“ genauso wie über „Bambule & Randale“ (welcher tatsächlich sehr wie ein Song der früheren Alben klingt).

„Revolution“ wird sicher solche Hörer finden, die sich die Vergangenheit zurückwünschen und mit diesem Album nicht zufrieden sind. Ein großer – wenn nicht sogar sehr großer – Betontod-Fananteil wird „Revolution“ nicht nur abfeiern, sondern immer und immer und immer und… wieder hören wollen. In diesem Sinne: Für immer Punk, ein Leben lang!

Betontod - Revolution

Betontod - Revolution
9.7

Abwechslung

9.5 /10

Texte

9.8 /10

Hörvergnügen

9.8 /10

Pros

  • Abwechslungsreich von der harten Punknummer bis zur herzergreifenden Ballade
  • Großartige Texte
  • Intrumentale Topqualität

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