Bibliophilia. Am Ende des Buchlands

Das Fantasy-Genre ist so eine Sache für Autoren. Sie können sich an die gängigen Klischees halten und ihre Geschichte in einer x-beliebigen Fantasiewelt spielen lassen oder aber sie kreieren eine ganz neue Welt, in der sie ihren Vorstellungen freien Lauf lassen können und in der Fans vollkommen eintauchen können. Ersteres mag der sicherere Weg sein, aber ob dann wirklich ein Bestseller zustande kommt, ist fraglich. Der andere Weg ist riskant, kann aber zu einem sehr großen Erfolg führen, wie „Harry Potter“, „Herr der Ringe“ und viele mehr bewiesen haben.

Die Trilogie geht zu Ende

Der deutsche Autor Markus Walther hat sich für seine eigen Welt entschieden und damit eine Trilogie geschaffen, die tatsächlich in den Bann zieht. Das erste Band „Buchland“ verrät schon im Titel, um was für eine Welt es sich hier handelt. Während das erste Band langsam in Fahrt gekommen ist, dann aber umso imposanter wurde, hat das zweite Band „Beatrice – Rückkehr ins Buchland“ von Anfang bis Ende überzeugen können. Apropos Ende: Mit „Bibliophilia“ steht nun der Abschluss der Trilogie in den Regalen der Buchhändler.

Das Buchland existiert nicht mehr. Nach dem Brand ist Beatrice ins „wahre Leben“ zurückgekehrt und hat sich der Familie gewidmet. Doch dann zieht der geheimnisvolle Uhrmacher Nemo in die Nachbarschaft und schon hat die Vergangenheit Beatrice wieder. Es geht erneut auf ein Abenteuer in die unendliche Bibliothek und sie muss sich ihren Ängsten und Sorgen stellen.

Erneut vom Schreibstil überzeugt

Das dritte und letzte Band der Trilogie steht den Vorgängern in Nichts nach und kann ebenso in den Bann ziehen, wie Teil 2. Der Autor schafft es, seinen Charakteren noch mehr Tiefe zu geben und so die Bindung des Lesers zu eben diesen zu verfestigen. Ganz klar ist man traurig, dass man selbst nach der Lektüre nun auch diese Welt verlassen muss.

Außerdem schafft es Markus Walther erneut mit seinem außergewöhnlichen Schreibstil zu überzeugen. Wir haben es hier nicht mit typischer Urlaubsliteratur zu tun, die man mal eben im Urlaub wegliest. Man muss hier schon gut aufpassen und wer in der Welt der Literatur bewandert ist, findet immer wieder spannende Querverweise. Auch beim dritten Teil bemerkt man eindeutig, wie sehr der Autor der Literatur und anderen Schriftstellern verfallen ist und wie sehr er das liebt, was er tut.

„Bibliophilia“ ist ein durch und durch gelungener Abschluss einer sehr guten Fantasy-Reihe, die sich Literatur-Freunde keinesfalls entgehen lassen sollten.

Bibliophilia. Am Ende des Buchlands

Bibliophilia. Am Ende des Buchlands
8.8

Story

8.7 /10

Schreibstil

8.8 /10

Pros

  • Gelungener Abschluss
  • Fesselnd von Anfang bis Ende
  • Sehr guter Schreibstil

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