Black Butterfly (DVD)

Vor nicht einmal zehn Jahren ist ein französischer Film mit dem Titel „Papillon noir“ erschienen, hierzulande besser bekannt als „Schwarzer Schermetterling“. Dieser Film wurde zwar nicht zu einem Kassenschlager, hat die Zuschauer aber dennoch begeistern können. Auch die US-Amerikaner sind auf diesen Film aufmerksam geworden, doch wie es bei denen immer so ist, mögen sie ausländische Filme nicht so gerne. Aber die Story hat gefallen – kurzerhand wurde also selbst zur Kamera gegriffen, um den Film neuzuverfilmen. Entstanden ist dabei „Black Butterfly“ mit Antonio Banderas und Jonathan Rhys Meyers.

Schreibblockade, Alkohol, Morde und ein Fremder

Wie das bei Thrillern immer so ist, darf man nicht allzu viel vorab von der Handlung verraten, denn sonst gehen einem spannende Filmminuten flöten. Daher nur so viel: Paul (gespielt von Antonio Banderas) ist ein Schriftsteller. Früher mal sehr erfolgreich, heute Pleite. Seine Bücher verkaufen sich einfach nicht mehr und so kann auch er seine Rechnungen nicht mehr bezahlen und muss sein Haus verkaufen. Ein ziemlich abgelegenes Haus übrigens, in der Nähe eines Ortes, in dem in letzter Zeit einige Frauen ermordet worden sind. Und da läuft ihm plötzlich ein Fremder namens Jack (gespielt von Jonathan Rhys Meyers) über den Weg, der dem Alkoholkranken unter die Arme greifen möchte. Wo die Zusammenhänge sind und wie es weiter geht – davon lasst ihr euch am Besten selbst überraschen!

„Black Butterfly“ hat viele Stärke, aber auch ein paar Schwächen. Die größte Schwäche ist der Anfang. Denn die ersten 40 Minuten kommt der Film nur schwer in Fahrt und erinnert ein wenig an „Das geheime Fenster“ mit Johnny Depp – liegt natürlich hauptsächlich an der Tatsache, dass beide Autoren in den Geschichten unter einer Schreibblockade leiden und zu Beginn etwas langatmig sind.

Langatmig zu Beginn, dann aber richtig spannend und ein unerwartetes Highlight am Ende

Während man sich also anfangs noch fragt, ob denn nun endlich mal ein wenig Spannung aufkommt und was das Ganze denn nun eigentlich soll, wird man schnell für die Warterei entschädigt. Denn dann wird der Film richtig spannend und bringt so einige überraschende Wendungen mit sich – es lohnt sich also Durchhaltevermögen zu haben!

Eine weitere kleine Schwäche – die aber wohl eher eine Geschmackssache ist – stellt das satte Grün dar. Die Farbe Grün wird in diesem Film dermaßen hervorgehoben, dass die Landschaften leider recht unrealistisch aussehen und man sich denkt, dass „Green Butterfly“ doch ein treffenderer Name gewesen wäre. Aber das ist Meckern auf hohem Niveau und wie gesagt reine Geschmackssache.

Wer auf hohem Niveau meckert, hat sonst nicht viel mehr auszusetzen. Das entspricht hier auch der Tatsache. Die Bildqualität ist ansonsten sehr gut, der Ton ebenfalls. Die Darsteller spielen hervorragend ihre Rollen und die Kulissen sind der Atmosphäre perfekt angepasst. Das absolute Highlight des Films bekommen wir mit dem Ende geboten, auf das natürlich nicht weiter eingegangen wird. Kurzum: „Black Butterfly“ ist ein spannender Thriller, wenn man zu Beginn etwas mehr als eine halbe Stunde Geduld aufbringen kann.

Black Butterfly

Black Butterfly
8.35

Story

8/10

    Spannung

    7/10

      Bild- und Tonqualität

      9/10

        Darsteller

        9/10

          Pros

          • Im zweiten Teil des Film ein toller Thriller
          • Großartige Darsteller
          • Gelungene Atmosphäre
          • Überraschende Wendungen

          Cons

          • Langatmiger Anfang
          • Geschmackssache: unrealistisches Grün

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