Black Dagger – Krieger im Schatten

Und sie geht weiter, die Geschichte der Black Dagger. Mittlerweile ist es Band 27, das die Leser begeistern darf. Aber tut es das wirklich oder ist es Zeit, die Story zu einem Ende zu bringen?

Beantworten wir diese Frage gleich mal vorweg: nein, bitte nicht! Das Black Dagger Universum ist ein so ausgeklügeltes, dass man hofft, dass es einfach nie enden mag. J.R. Ward, die Autorin dieser Bestseller-Reihe, schafft es immer wieder, die Leser in den Bann der Vampire zu ziehen und ihnen Stoff zu geben, der nicht vorhersehbar war. Hatte sie doch damit begonnen den Brüdern der Black Dagger Bruderschaft zunächst jeweils eine Shellan – also Ehefrau – an die Seite zu stellen, so hat sie mit der Zeit die Gemeinschaft auch um neue Rekruten erweitert und die Welt, sowie ihre Jahrhunderte andauernden Gepflogenheiten völlig durcheinander zu wirbeln. Mittlerweile ist ein Doppelband nicht mehr hauptsächlich einem Bruder und seiner Liebsten gewidmet, mittlerweile treffen wir immer mal wieder ausführlich auf einzelne Charaktere der Reihe, wodurch frischer Wind bei den Black Daggern eingekehrt ist.

Hollywood zeigt Schwäche…

Nun aber zu „Krieger im Schatten“. Im Fokus steht der Bruder Rhage, auch gerne Hollywood genannt, der mit seiner inneren Bestie zu kämpfen hat. Nicht nur der Bestie, die sich ab und an einen Weg in die Freiheit bahnt und alles zermalmt, was sich ihr in den Weg stellt (abgesehen von seiner geliebten Mary), sondern auch mit seiner Psyche, die in letzter Zeit einen Knacks bekommen hat. Er fürchtet sogar, den Verstand zu verlieren. Dies sorgt des Weiteren dazu, dass sich zwischen ihm und Mary eine unerklärliche Distanz aufbaut, die beide nicht wollen.

Während Rhage der Frage auf den Grund geht, was mit ihm nicht stimmt, macht sich Mary Sorgen um die neunjährige Bitty, die für ihr Alter schon viel zu viel erlebt hat und viel zu erwachsen agiert. Aber nicht nur Rhage und Mary begleiten uns durch dieses Buch, Layla kann den Feind Xhor nicht vergessen, während der Koks-süchtige Assail immer noch an Marisol denkt, die ihn vor einer Weile verlassen hat.

Liebe, Lust und Frust

Wie bei allen Büchern der Reihe treffen wir auf die gesamte Bruderschaft und fast jeder kommt mal zu Wort. Damit die Geschichte aber nicht völlig durcheinander gewürfelt wird, liegt der Fokus auf Rhage und Mary. Diese Story zwischen den beiden ist mit viel Gefühl erzählt und bringt dem Leser ganz neue Erkenntnisse. Während es in den sonstigen Büchern immer viel um die Lesser geht – die ärgsten Feinde des Vampirvolks – erscheinen diese in „Krieger im Schatten“ nur kurz auf der Bildfläche. Dies ist mal sehr erfrischend, denn in vorherigen Titeln war die Erzählung um diese Gruppierung schon etwas blass.

Auf über 300 Seiten erleben wir nun auch ohne das Gefolge von Omega eine spannende Story, die geprägt ist von Gefühlen und – wie das bei Black Dagger Büchern einfach so üblich ist – Erotik. Die Charaktere der Reihe entwickeln sich kontinuierlich weiter und erleben Emotionen und Ereignisse, die man sich als Leser vorher nicht vorgestellt hat, sodass es auch in diesem Teil wieder zu der einen oder anderen Wendung kommt.

Mehr, mehr, mehr!

Wenngleich die Black Dagger Reihe ohnehin eine solche ist, die immer wieder Spannung und Gefühle bietet, so ist „Krieger im Schatten“ doch besonders gut gelungen. Ein Buch, das man einfach nicht weglegen mag, sondern Stunde um Stunde weiterlesen will. Nein, die Black Dagger Reihe soll bitte wirklich nicht so bald zu einem Ende finden, wenn J.R. Ward es doch schafft, immer wieder solche großartigen Geschichten zu präsentieren! Und diese ist ja noch nichtmal beendet, im März 2017 erscheint mit „Ewig geliebt“ dann auch der zweite Teil wie gewohnt im Heyne Verlag.

Black Dagger - Krieger im Schatten

Black Dagger - Krieger im Schatten
9.4

Story

9.5 /10

Schreibstil

9.5 /10

Spannung

9.3 /10

Pros

  • Actionreicher Storyeinstieg und viel Gefühl im späteren Verlauf
  • Spannend von der ersten bis zur letzten Seite
  • Gewohnt großartiger Schreibstil, der manchmal überrascht

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