Breaking Wheel (PC, Preview)

Jump ’n‘ Runs gibt es wie Sand am Meer. Das mag vielleicht dran liegen, dass die Springorgien bereits auf dem NES und Atari über den Bildschirm flackerten. Wer also seine Marios, seine Sonics oder auch Indietitel wie Thomas was alone gespielt hat, der glaubt, vom genre nur noch wenig Innovation zu kriegen. Da kommen wir zu Breaking Wheel, denn das hat definitiv etwas… Eigenes.

Setting

In dem sich zur Zeit in Entwicklung befindenden Spiel übernehmt ihr die Rolle eines lebenden Rades. Genau so wie ihr sind auch die Bewohner eurer Stadt Räder. Käseräder, Wagenräder, Reifen, alles, was sich ein Räderfan wünschen könnte. Eines Tages wird dann die Rad-Stadt angegriffen, und der Rad-König gibt euch den Auftrag, die Stadt zu retten. Also rollt und hüpft ihr durch verschiedene Level, bekämpft fiese Gegner und sammelt das, was mich, was die Räder, was uns alle im Leben vorantreibt: Kaffee.

Gameplay

Das Setting würde wohl so ziemlich jeden etwas stutzig, zumindest neugierig machen. Also schauen wir uns mal das Spiel an, dass dahinter steckt. Das Ziel ist immer recht ähnlich: Sammelt Münzen und Kaffee, findet den Ausgang und versucht zu überleben. Der letzte Punkt ist nicht immer ganz einfach, denn Breaking Wheel wird ziemlich schnell ziemlich schwer. Oder fordernd, je nach dem wie man es sehen möchte.

Denn anders als in den meisten Jump and Runs läuft man nicht einfach nur von links nach rechts, denn an bestimmten Punkten kann sich das Rad auch in den Raum drehen. Das heißt, dass die Level nicht Zweidimensional aufgebaut sind, sondern in 3D, die ihr auf festgelegten Strecken erkunden könnt. Das ist ziemlich interessant, ohne eine Karte oder ähnliches aber manchmal etwas verwirrend. Klein sind die Level nämlich nicht.

In den Levels selber erwarten euch dann allerhand Fallen, Gegner, Schlüssel und Tore. Im Grunde genommen kann euch eigentlich so ziemlich alles begegnen, langweilig ist Breaking Wheel nämlich auf keinen Fall. Je mehr Kaffee ihr habt, desto schneller rollt ihr, ausserdem nehmt ihr Geschwindigkeit auf, wenn ihr länger rollt (wie ein Rad halt funktioniert). Davon ab könnt ihr Stacheln aus eurem Rad fahren lassen, mit denen ihr Wände und andere vertikale Hindernisse überwinden könnt. Das funktioniert bis jetzt alles auch ganz gut, abgesehen von der Schwierigkeit fühlt sich die Steuerung allerdings etwas schwammig an. Die Sprünge sind ziemlich steif, auch die Bewegungen des Rades fühlen sich recht unnatürlich an (so unnatürlich wie ein lebendes Rad auch sein mag).

Aber an Potential mangelt es Breaking Wheel sicherlich nicht. Das liegt unter anderem an den Minispielen, die das Gameplay ordentlich abwechseln und zeigen, dass man in Breaking Wheel viel mehr machen könnte als nur zu Rollen und die vielen, abwechselungsreichen Skins für das eigene Rad, die zwar im Singleplayer nicht allzuviel Sinn machen, aber wenn irgendwann vielleicht ein Multiplayer-Modus kommen würde…?

Grafik und Sound

Alles rund. Wortwörtlich. Sowohl die Räder als auch der Rest der Welt sehen fantastisch aus, fast sogar zu fantastisch, denn für ein Zwischendurch-Spiel ist Breaking Wheel ganz schön Hardware-fressend. Ist die richtige Maschinerie aber gegeben, kann man sich auf abwechselungsreiche und sehr verwirrende Welten freuen, die von linearem Leveldesign anscheinend noch nie was gehört haben. Auch die Musik ist schick und plätschert so vor sich hin, stört aber nicht großartig.

Fazit

Schon jetzt wirkt Breaking Wheel recht vielversprechend. Das etwas alberne Intro sollte einen nicht davon ablenken, dass sich dahinter ein Spiel mit sehr interessanten Mechaniken und guten, eigenen Ideen verbrigt.Damit das Spiel ein Hit wird, wäre Workshop-Support ideal, da die Community den Abwechselungsreichtum von Breaking Wheel sicher noch weiter auskosten könnte. Lange Rede, kurzer Sinn:

Das hier könnte richtig, richtig gut werden.

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