City Patrol: Police (PC)

Wie oft schlüpfen wir in Computerspielen in die Rolle eines Bösewichts? Gerade dann, wenn Autorennen eine Rolle spielen, darf man gerne mal den Bad Boy raushängen lassen. Ab und an möchte man doch aber auch gerne mal auf der guten Seite stehen und einen Gesetzeshüter spielen. Polizei-Spiele gibt es eh viel zu wenige, da kommt ein Titel wie „City Patrol: Police“ gerade recht!

Hier gibt es noch viel zu tun

Zurzeit befindet sich das Spiel noch im Early Access, soll aber bereits in wenigen Wochen an den Start gehen. Leider haben die Entwickler bis dahin noch einiges an Arbeit vor sich, wenn sie das Spiel zu einem vollwertigen Titel machen möchten. Und bei einem Preis von knapp über 20 Euro erwartet man dann doch schon einiges.

Ehrlicherweise ist das Game auf dem jetzigen Stand das Geld nicht wert. Und es ist zu befürchten, dass auch im fertigen Zustand einige Dinge zu bemängeln bleiben. Aber fangen wir von vorne an. Die Idee, eine Polizeisimulation mit einem Rennspiel zu verbinden, ist eigentlich nicht schlecht. Die Umsetzung hingegen ist nur schwer nachzuvollziehen. Da wären nämlich die beiden Polizisten Patrick und Tom, der Neue. Das sind sozusagen wir. Unheimlich unsympathischer Typ, mit dem man eigentlich nichts gemeinsam haben möchte. Die Dialoge dieses Charakters sind völlig überzogen und lächerlich. Schon klar, man möchte ihn als überheblichen Player darstellen, aber da hat man ordentlich übertrieben.

Was machen wir hier eigentlich?

Nun, also zunächst müssen wir in einem Polizeiwagen unsere Rennkünste unter Beweis stellen – warum auch immer. Dann gehen wir auf unsere ersten Missionen. Hier hinfahren, da hinfahren, Auto tanken, Auto reparieren, Lust verloren. Zwischenzeitlich passiert nämlich absolut nichts. Und auch im weiteren Spielverlauf bleibt es eintönig. Mag vielleicht daran liegen, dass man die Dialoge zwischendurch nicht lesen kann, so schnell wie sie über den Bildschirm fliegen. Eine Sprachausgabe gibt es nicht. Musik im Moment auch nicht. Das macht die ganze Fahrerei noch eine Schippe langweiliger.

Positiv anzumerken sind die Cut Scenes, die in handgefertigtem Comicstil daherkommen und sich sehen lassen können – echt hübsch! Nicht ganz so hübsch ist die Grafik dann. Hier hängt man ein paar Jährchen zurück, wenngleich man sich bei der Hintergrundkulisse dann schon deutlich mehr Mühe gegeben hat.

Nette Idee, die Umsetzung muss aber überarbeitet werden

Positiv fällt im Übrigen auch die Steuerung auf. In dem teilweise dichten Straßenverkehr muss man aufpassen, dass man nicht übersteuert. Je nach Fahrzeugtyp ist auch das Fahrverhalten anders. Doch das allein macht natürlich kein gutes Spiel aus heutzutage. Bei „City Patrol: Police“ fehlt es an einer sinnvollen Story, hier geht es viel zu sehr durcheinander und man versteht einfach nicht, warum man nun das tun sollte, was von einem verlangt wird. Auch der Mix mit den Renn-Missionen ist nicht besonders gelungen, da hätten wir uns doch eine besser durchdachte und spannende Kampagne gewünscht – gerne dann auch völlig ohne Rennen.

Wenn das Spiel dann auf den Markt kommt, schauen wir gerne nochmal rein, denn die Idee ist durchaus interessant. In der jetzigen Version jedoch sind wir leider enttäuscht.

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