Copoka (PC)

Frei wie ein Vogel sein: In Copoka könnt ihr diesen Traum wahr machen. Und während ihr majestätisch durch die Lüfte flattert, erlebt ihr auch noch, wie die Geschichte einer Stadt, Copoka, sich verändert.

Setting

Ihr spielt eine Schwalbe, die sich ein eigenes Nest über den Dächern der Stadt bauen will. Lagetechnisch also schonmal der ideale Platz, jetzt muss nur noch Material her! Daher fliegt ihr zu verschiedenen Plätzen der fiktiven Stadt Copoka, entwendet Gegenstände und bringt sie wieder in euer Nest zurück. Während ihr aber unbekümmert durch die Lüfte segelt, braut sich in Copoka Unruhe zusammen: Die Diktatur, welche die Stadt regiert, bröckelt. Es gibt Gerüchte, Verschwörungen und Gehemnisse in jeder Ecke. Und als kleiner, flinker Vogel bekommt man da natürlich einiges mit…

Gameplay

Hauptsächlich geht es hier darum, die Geschichte mitzuerleben, die fiktive Stadt zu erkunden und so wie ihr wollt durch die Lüfte zu segeln. Um das Spiel zu „gewinnen“ oder eher abzuschließen müsst ihr in mehreren aufeinanderfolgenden Abschnitten alle Objekte einsammeln und zu eurem Nest zurückbringen, um dieses fertig zu bauen. Jedes Mal, wenn ihr ein Objekt aus einem Winkel der Stadt einsammelt, kriegt ihr vorort auch ein Gespräch der Leute mit, die in der Stadt wohnen. So wird mit jedem eingesammelten Objekt die Geschichte weitergesponnen und stellt Personen aus den verschiedensten Blickwinkeln dar: die Rebellen, die Regierungstruppen, die einfachen Leute… Und da die Stadt recht groß ist, werden alle Objekte praktischerweise durch einen hellen Schimmer angezeigt. Abseits der zu sammelnden Objekte gibt es ausserdem Federn, die eure Fluggeschwindigkeit erhöhen und zusätzliche Dialoge, die die Geschichte vertiefen, euch aber keinen Gegenstand bringen.

Das Gameplay ist durch das ständige Holen und Wegbringen der Gegenstände recht eintönig. Zwar macht es schon Spaß, durch die Lüfte zu flattern und den Ausblick zu genießen, aber das Steuern eures Vogels in kleineren Abschnitten ist unnötig schwierig und ungenau. Dazu kommt, dass einige Gegenstände sehr umständlich platziert sind und von genauerer Steuerung deutlich profitieren würden. Irgendwann gelangt man an einen Punkt, an dem man einfach nur noch die Geschichte weiterführen will, ohne ständig irgendwo landen zu müssen. Vor allem, weil sich die Veränderungen in der Stadt optisch kaum spüren lassen.
Wodurch Copoka also punkten will, ist die Geschichte. Die behandelt in der Stadt ein nicht unbekanntes Diktator-Rebellen-Setting. Auch wenn die Geschichte aus vielen Blickwinkeln erzählt wird, bleibt sie allerdings doch zu kurz und kann keine wirklichen Überraschungsmomente auffahren. Der Geschichtsverlauf ist typisch, das Ende vorhersehbar und ein bisschen zu typisch. Nach einer bis anderthalb Stunden endet das Spiel und hinterlässt einen Wunsch nach mehr.

Grafik und Sound

Pastellfarben und minimalistische Modelle geben dem Spiel einen simplen Charme, als würde man über eine Art Brettspiel fliegen. Durch die statistischen Umgebungen und fehlenden Details geht aber auch leider Dynamik und Tiefe verloren, die das ganze etwas spannender und lockerer gemacht hätten. Der Soundtrack ist stimmungsvoll, plätschert aber mit einer Mischung aus Strings, Klavier und Trommeln vor sich hin und versucht, manchmal erfolgreich, Stimmung aufzubauen.

Fazit

In der Reihe von minimalistischen „Artsy“-Games kann Copoka nur mäßig überzeugen.

 

 

Copoka (PC)

Copoka (PC)
5.3

Story

5.5 /10

Gameplay

4.5 /10

Grafik und Sound

6.0 /10

Pros

  • Schöne, offene Welt
  • Entspannende Musik

Cons

  • Geschichte kann nicht überzeugen.
  • Schlechte Optimierung
  • Alles wirkt statisch

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