Craig David – Follow my Intuition

Aus der Kategorie „Namen, die man auf jeden Fall kennt, denen man aber nicht zwingend einen Song zuteilen kann“ präsentieren wir heute: Craig David! Kennt man, oder? Einer dieser Namen, die man im selben Atemzug wie andere US-amerikanische und britischen Musikgrößen der letzten Jahre. Einer dieser Namen, zu denen einem aber oftmals einfach kein Titel einfallen will. Man weiß, welche Musikrichtung das in etwa ist, man weiß vielleicht sogar, wie die Person aussieht.

Aber was für einen Hit hatte er denn bloß nochmal?

Nun, wenn man ehrlich ist, einen Hit in den Charts hatte er im deutschsprachigen Raum gar nicht. Einer seiner bekanntesten Songs ist wohl „What’s your Flava?“ aus dem Jahr 2002 und das ist nun schon eine ganze Weile her. Zwar hat der Brite danach noch viele weitere Single veröffentlicht und war in seiner Heimat tatsächlich sehr erfolgreich, bei uns hat es aber seit fast 10 Jahren nicht mehr wirklich für das Radio oder gar die Charts gereicht. Sogar das letzte Album „Signed Sealed Delievered“ ist an vielen Musikfreunden gänzlich vorbei gegangen.

Zumindest das hat sich nun mit der neuen Scheibe „Follow my Intuition“ schon mal geändert. Die Top 100 der Albumcharts sind wenigstens in Deutschland wieder drin und vielleicht ist ja sogar endlich wieder ein Song mit Hitpotenzial auf dem Album zu finden?

Back to the roots?

Fakt ist, dass Craig David zum Teil zu seinen Wurzeln von damals, als er europaweit seine Glanzzeit hatte, zurückgekehrt ist. Richtig schöne Funk und R’n’B Nummer sind auf dem Album zu finden. Aber der Sänger setzt auch auf Abwechslung, sodass wir zum Beispiel mit „When the Bassline drops“ eine Nummer auf die Ohren bekommen, die erstaunlich viele Electroelemente enthält. Ähnlichv erhält es sich mit „16“, der zunächst den Eindruck macht, eine ruhige soulige Nummer zu werden, um dann doch sehr in die Electro-Schiene abzudriften.

Mit Songs wie „Change my Love“, „What if“ oder „Better with you“ zeigt er dann aber, was ihn eigentlich ausmacht: seine Stimme! Diese kommt in ruhigeren Nummern wie diesen besonders gut zur Geltung und zeigen auf, warum der Name Craig David eigentlich ein so großer ist.

Well done

Das Album „Follow my Intuition“ schlussendlich in eine Schublade zu stecken, ist gar nicht so einfach. Man muss diese doch recht extremen Stilwechsel zwischen R’n’B und Electro schon mögen, um das Album rundum als gelungen zu bezeichnen. Die Mischung ist recht ausgeglichen, wenngleich Dubstep und Dance schon etwas überwiegen. Manch einem mögen es somit zu viele elektrische Töne sein. Und für manche ist – trotz der Mischung – das Album etwas zu farblos und eintönig. Fakt ist aber, dass „Follow my Intuition“ keinen Song beinhaltet, der als schlecht bezeichnet werden könnte. Fakt ist auch, dass Craig David so langsam wieder zu seiner alten Klasse zurück findet und bereits mit diesem Album wieder mehr Fans um sich scharen wird.

Craig David - Follow my Intuition

Craig David - Follow my Intuition
7.9

Sound

8.0 /10

Qualität

8.7 /10

Melodien und Texte

7.4 /10

Abwechslung

7.6 /10

Pros

  • Deutlich besser als das vorherige Album
  • Eine Mischung aus R'n'B, Electro und Funk
  • Eingängige Melodien
  • Hohes Ohrwurmpotenzial

Cons

  • Etwas sehr Electro-lastig
  • Extreme Stilwechsel, die nicht jedem zusagen

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