Crest (PC, Preview)

Gott spielen ist sicherlich kein neuer Gedanke in der Spieleindustrie. Von Klassikern wie Loom bis zum wohl bekanntesten Gott-Simulator, Black and White, gibt es bereits einige Vertreter die zeigen wie es gemacht wird. Aber wenn es nach den Entwicklern von Crest geht, fehlt da eine entscheidende Mechanik. Un d auf dieser Mechanik baut Crest auch auf. Aktuell noch in einer regen Entwicklungsphase, ist Crest der erste Gott-Sim, in dem man seine Völker mittels Geboten befehligt. Wie das wohl funktioniert?

Das erste Gebot

Am Anfang von Crest schwebt ihr noch als unerfahrener Gott zwischen den Wölkchen und wisst noch nicht so recht, wie ihr irgendwas anstellt. Nach einem kurzen, schicken Einführungsvideo,, das euch eine Eigeninterpretation der Schöpfungsgeschichte zum Besten gibt, blickt ihr auf euer Völkchen. Es ist Zeit zu lernen, wie ihr in Crest irgendwas anstellt. Der Clou hinter Crest ist, dass das gesamte Spielgeschehen prozedural generiert wird- Wiederspielwert ohne Ende ist da garantiert! Also. wie funktioniert das Hauptspiel? In dem zur Zeit einzigen verfügbaren Modus beginnt ihr als unerfahrener Gott, der Kontrolle über ein kleines Volk mitten in der Landschaft hat. Anders als in anderen Gott-Sims befehligt ihr eure Völker jedoch nicht direkt durch eure Taten, sondern durch zusammengebauten Gebote. Bei so manchem klingelts da vielleicht noch aus der Bibel zur sonntäglichen Messe: Du sollst nicht töten, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht so viel vor dem N64 sitzen und so weiter. Hier baut man seine Gebote ähnlich auf. Zu Beginn des Spiels sind einige Wörter verfügbar, die ihr nach dem Baukastenprinzip zu Befehlen zusammensetzt. Also [Bewohner eines bestimmten Gebietes] sollen [Fisch abbauen] zur [Nahrungssammlung] u. s. w. Im Laufe des Spiels schaltet ihr neue Wörter frei, die euch dann natürlich auch neue Befehle ermöglichen.

Und das klappt?

Das Prinzip ist auf jeden Fall recht interessant und eine nette Abwechselung zu bekannten Simulatormechaniken. Einfach ist Crest dadruch jedoch nicht, es braucht eine Zeit um sich an das Spiel zu gewöhnen. Das liegt unter anderem an der Vielzahl an Geschehnissen, die man im Auge behalten muss. Geburten, Wachstumsraten, auch der Glaube der Bevölkerung an euch muss stimmen. Nur wenn der Glaube stimmt und ihr Glaubenspunkte verdient, könnt ihr auch Gebote umsetzen. Das Verwalten und Befehligen eurer Leute hat durchaus seine Momente, nach einer Zeit geht dem Konzept jedoch die Luft ein wenig aus. Gut, dass die Spielesitzungen auf jeweils 1–2 Stunden ausgelegt sind und immer wieder zufällig generiert werden. Langzeitbegeisterung entsteht so vielleicht noch nicht unbedingt, auch durch einen leichten Abwechselungsmangel, der hoffentlich in der weiteren Entwicklung des Spiels noch behoben wird. Aber für ein kurzes bis mittellanges Spiel für Zwischendurch hat Crest durchaus Potenzial.

Grafik und Sound

Auch wenn das Interfacelayout machmal etwas überladen wirkt, hat der minimalistische Grafikstil von Crest irgendwas. Die Gegenden, die eure kleinen Anhänger durchstreifen, sind schick und simpel, auch die Musik des Spiels ist angenehm und untermalt euren spielerischen Gottkomplex passend.

 

 

 

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