Dark & Dangerous Love

Eine neue Vampir-Reihe! Fans des Genres werden sich freuen, ist die Masse an Nachschub doch mittlerweile wieder etwas abgeflaut. Nun ist auf dem Cover von „Dark & Dangerous Love“ zu lesen, dass diejenigen, die „Twilight“ mochten, dieses Buch lieben werden. Das ist einerseits eine ziemlich hohe Messlatte, die – betrachtet man den Erfolg und die Beliebtheit der Twilight-Reihe – hier gesetzt wird. Andererseits für manch einen ziemlich abschreckend, der zwar Vampire mag, aber keine Teenie-Geschichten lesen will. Soviel also vorweg: Mit „Twilight“ hat dieses Buch nichts gemein. Das ist, also würde man (überspitzt gesagt) „Bibi Blocksberg“ mit „Charmed“ vergleichen, weil‘s ja schließlich Hexen sind.

Die Welt ist nicht mehr so, wie wir sie kennen

Denn statt romantisch und schnulzig geht es bei dieser Reihe deutlich düsterer zu. Keine Teenager, die sich in glitzernde Vampire verlieben, die heimlich versuchen, unter den Menschen leben. Sondern vielmehr ein Vampirvolk, dass die Menschen unterdrückt hat und mit ihnen tun und lassen kann, was es möchte.

Wir schreiben das Jahr 2440. Die Vampire wollen sich nicht mehr unter den Menschen versteckt halten, sondern reißen die Herrschaft an sich. Allen voran Vampirkönig Atticus, der ein Auge auf die sterbliche und hübsche Evelyn Blackburn geworfen hat. Während sich wohl manch anderer Mensch und Vampir unheimlich geehrt fühlen würde, ist Evelyn von den Avancen so gar nicht begeistert. Ihr Herz schlägt nämlich für ihre Freund Ethan. Atticus hingegen wird eine Abfuhr niemals akzeptieren und will das Objekt seiner Begierde um jeden Preis haben…

Also: streichen wir „Twilight“ mal völlig – wer nämlich auf eine solche Geschichte gehofft hat, wird „Dark & Dangerous Love“ schrecklich finden. Man hat sich also wirklich keinen Gefallen getan, diesen Namen überhaupt auf dem Cover zu erwähnen. Wer hingegen dunkler, sogar brutaler Vampirliteratur gegenüber offen ist, der wird die Storyline dieses Romans schnell mögen.

Tolle Grundidee – langweilige Umsetzung

An der Geschichte und der Idee gibt es wirklich nichts auszusetzen, auch die Charaktere sind recht gut gelungen (mit kleinen Kritikpunkten hie und da). Was aber leider ein sehr großes Problem ist, ist die Umsetzung des Ganzen. Die Autorin Molly Night verliert sich ständig in Belanglosigkeiten, schmückt viel zu sehr aus und langweilt den Leser viel zu häufig mit unnötigen Informationen und sogar Wiederholungen. Wenn man nach 200 Seiten das Gefühl hat, dass die Story immer noch auf der Stelle tritt, dann ist man leider dazu geneigt, das Buch zur Seite zu legen und nie wieder in die Hand zu nehmen.

Man ist also hin und her gerissen: Einerseits findet man die Grundidee so interessant, dass man weiterlesen möchte, andererseits ist man von der Langatmigkeit so genervt, dass man nicht weiß, ob es sich denn wirklich lohnt. Man hätte das Buch wirklich gut um die Hälfte kürzen können und hätte ein sehr spannendes und innovatives Vampirdrama bekommen – so hält sich die Begeisterung jedoch sehr in Grenzen.

Dark & Dangerous Love

Dark & Dangerous Love
6.4

Storyidee

8.7 /10

Storyumsetzung

5.1 /10

Schreibstil

6.7 /10

Spannung

5.0 /10

Pros

  • Spannende und innovative Idee
  • Gute und interessante Charaktere

Cons

  • Sehr langatmig und die Geschichte tritt häufig auf der Stelle
  • Spannung kommt aufgrund vieler Wiederholungen und Ausschmückungen nur schwer auf

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