Days of War (PC, Preview)

Hört man sich in der FPS-branche um, wird man merken, dass sich viele Spieler eine Rückkehr der Weltkriegsshooter wünschen. Was damals durch Medal of Honor, Brothers in Arms und Call of Duty als eines der beliebtesten Genres geprägt wurde, ist mit dem Aufkommen modernerer Settings langsam aus dem Fokus geraten. Das möchte Days of War ändern. Der Onlineshooter befindet sich zur Zeit in Entwicklung und verspricht schon jetzt packende, historische Feuergefechte.

Setting

Eine Spielstory gibt es hier nicht. Ihr spielt in jedem Gefecht einen Soldaten, der einer von zwei Seiten angehört: Den Achsenmächten oder den Allierten. Danach geht es auch ohne große Vorrede direkt in den Kampf, ihr zückt eure Waffe und feuert auf alle feindlichen Gegner, die ihr seht. Die Karten selber sind in der Regel rustikale Dörfer mit engen Häuserkämpfen, man kann aber damit rechnen, dass da noch mehr kommt. Viel mehr gibt es hier aber nicht zu sagen, denn durch seine Tiefe wird sich Days of War sicher keinen Namen machen, was ja auch garnicht der Sinn ist. Aber vielleicht durch das Gameplay?

Gameplay

Bis jetzt könnt ihr in Days of War nur den „Dominion“-Modus spielen, das heißt: Abschüsse sammeln, mit euren Kameraden Kontrollpunkte einnehmen und gewinnen. Übungsoptionen gibt es hier nicht: Wer spielen will, muss einem Server beitreten und direkt gegen menschliche Spieler spielen. Sucht man aber genau das, sieht Days of War vielversprechend aus. Shooterfreunde werden gleich zu Beginn die vielen Anpassungsmöglichkeiten begrüßen, unter anderem ein individualisierbares Fadenkreuz, FOV-Einstellungen, belegbare Steuerung und vieles mehr, damit dem Spiel zumindest technisch nichts im Weg steht.
Wenn ihr alles angepasst habt, sucht ihr euch einen Server, tretet diesem bei und wählt eine Seite aus. Danach stehen euch 9 Klassen zur Auswahl, die so ziemlich jeden Spielertyp bedienen dürften. Von schweren Raketenwerferklassen über Scharfschützen bis hin zu Kommandos ist alles dabei und jede Klasse bringt eigene, authentische Waffen mit. Im Spiel selber sind die (bis zu 32 Mann) Gefechte oft schnell und Actionlastig, kurz und brutal wie man sie von einem Shooter dieser Art erwarten würde. Es funktioniert gut, ist schnell gelernt und bietet viel Trainingspotential. Etwas weniger erfreulich ist der Umfang des Spiels, denn neben fehlenden Bot-Optionen, Trainingsmissionen und so weiter fehlt es dem Spiel aktuell noch an wirklich abwechselungsreichen Karten und, vor allem, unterschiedlichen Spielmodi. Diese könnten zum Beispiel Klassiker wie Deathmatches oder Capture the Flag sein, aber auch Karten, die das historische Setting etwas ausschöpfen, beispielsweise eine asynchrone D-Day-Karte. Mit einem (unterhaltsamen Spielmodus und einer handvoll Karten ist der Early-Access Preis von 25 Euro allerdings zur Zeit nicht wirklich gerechtfertigt.

Grafik und Sound

Days of War klingt und sieht jedoch grandios aus. Die Karten sind atmosphärisch und das Design der Waffen fühlt sich authentisch an, auch die Modelle und Texturen des Spiels sind sehr fein und geben dem Ganzen wirklich den Look eines Next-Gen-Shooters. Die Soundeffekte sind laut und klar, wirken realistisch und verleihen den Gefechten eine ziemliche Wucht.

Fazit

Ein absolut solider Weltkriegsshooter, der im Inhalt aber noch recht dünn ist.

https://www.youtube.com/watch?v=_VWbUIF-O3Q

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