Deadly Dozen (PC)

Während heute Mecha-Männer springen, Neon leuchtet und Raumschiffe fliegen, war der König der Shootersettings zu Anfang dieses Milleniums der zweite Weltkrieg. Medal of Honor, Brothers in Arms und natürlich auch Call of Duty: Die strategischen Grabenkämpfe waren an allen Ecken und Enden zu finden. Wer dieser Zeit hinterhertrauert, kann sich mitdem Third Person Shooter Deadly Dozen ein kleines Stück Vergangenheit zurückholen.

Setting

Der Titel sagt es schon: In Deadly Dozen steuert ihr eine Einheit aus 12 Soldaten der Alliierten, die sich durch das vom zweiten Weltkrieg gebeutelte Europa schlägt. Wie es in diesem Setting meistens der Fall ist, stehen zwischen euch und eurem Ziel die Soldaten der Wehrmacht, die ihr zu überwinden versucht. Während des Spiels arbeitet ihr euch also mit einem vier-Mann-Team von Mission zu Mission, dass euch durch einige abwechselungsreiche und vertrackte Szenarien führt. Dabei seid ihr aber keinesfalls der unzerstörbare Actionheld, der alles alleine erledigt während eure Teamkameraden irgendwo in die Ferne schießen. Um hier weiterzukommen, braucht es Planung und Teamwork.

Gameplay

Bevor man sich ins Spiel begibt, sollte man sich bewusst sein, dass Deadly Dozen nicht gestern oder vor einem Jahr erschienen ist. Der Weltkriegsshooter ist Ende 2001 auf den Markt gekommen, und das ist nun mittlerweile fast 16 Jahre her. Verständlich also, dass man den Shooter nicht an aktuelle, technische Standarts halten kann.
Zu Beginn jeder Mission gibt euch euer Einsatzleiter ein kurzes Briefing. Was zu tun ist, wo ihr hinmüsst und so weiter- Alles, was ihr für einen erfolgreichen Einsatz wissen müsst. Danach stellt ihr euch aus 12 verschiedenen Männern eine 4-Mann-starke Einheit zusammen, mit der ihr die Mission bewältigen wollt. Jeder dieser Männer hat eigene Stärken und Schwächen, so sind manche zum Beispiel ausgezeichnete Scharfschützen, während andere besonders in der Verarztung bewandert sind. Habt ihr das abgeschlossen, geht es an eure Ausrüstung. Wie so oft kann jeder eurer Soldaten eine Primärwaffe, eine Sekundärwaffe und zwei Items wie Granaten oder Arztkoffer tragen. Die Waffen selbst sind recht authentisch und offensichtlich an tatsächlichen Waffen der Zeit orientiert. Auch die Auswahl an Waffen selbst ist nicht zu verachten und reicht von Schützengewehren über Pistolen und sogar Raketenwerfer. Habt ihr all das verwaltet, geht es an’s Eingemachte.
In den Missionen steuert ihr abwechselnd die Mitglieder eures Teams und versucht, mehr oder weniger vorsichtig, euren Auftrag zu erfüllen. Die Steuerung der Soldaten selber ist recht Genretypisch und beschränkt sich in der Regel auf das Laufen und Schießen, abseits der einzelnen Kontrolle habt ihr aber noch die Möglichkeit, eurer Einheit im Spiel Befehle zu erteilen. Das macht ihr über Abkürzungen, die auf eurer Tastatur verteilt sind. Merkt sie euch gut, denn die Belegung dieser Tasten kann nur im Hauptmenü eingesehen werden! Bereits in den ersten Missionen merkt man, dass Deadly Dozen nicht darauf ausgelegt wurde, über die Karten zu sprinten und alles links und rechts von euch in Stücke zu zerlegen. Die stationierten Gegner auf der Karte sind aufmerksam und schießen auf euch, sobald ihr leise Geräusche macht oder auch nur im Blick seid. Also ist taktische Vorsicht und genaues Auskundschaften geboten, um nicht entdeckt zu werden.
Leicht ist Deadly Dozen nicht. Durch die aufmerksamen Gegner benötigt die Erfüllung der Ziele Feingefühl und Fehler werden schnell bestraft. Aber das taktische, Squadbasierte Gameplay macht Spaß, ist fordernd und bietet vor allem ein relativ authentisches Erlebnis des zweiten Weltkriegs.

Grafik und Sound

Optisch hält sich das Weltkriegsspektakel einigermaßen stattlich, wenn man bedenkt, dass Deadly Dozen bereits einige Jahre auf dem Buckel hat. Die Animationen sind alle etwas grob und auch die Texturen sind bei weitem nicht auf dem heutigen Stand, aber die schlichte Grafik lenkt nur selten vom eigentlichen Spielspaß ab. Einen deutlichen Boost an Atmosphäre bringt dafür der Sound ein. Das im Spiel vorhandene Voiceacting ist solide, und besonders die 3D-Soundeffekte auf den Schlachtfeldern lassen den Spieler wirklich in das Geschehen eintauchen.

Fazit

Auch einige Jahre später ist Deadly Dozen ein solider Weltkriegsshooter mit authentischer Präsentation und strategischen Squad-Mechaniken.

Deadly Dozen (PC)

Deadly Dozen (PC)
8.3

Setting

8.0 /10

Gameplay

8.0 /10

Grafik und Sound

9.0 /10

Pros

  • Forderndes Gameplay mit 4 Soldaten gleichzeitig
  • Große Missionsauswahl
  • Tolle Sounds

Cons

  • Alter zeigt sich in der Grafik manchmal deutlich

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