Der weite Weg nach Westen (DVD)

Oh je… Bevor man den Film „Der weite Weg nach Westen“ vernünftig beurteilen kann, fällt einem etwas sehr Negatives ins Auge. Nämlich das Cover. Hier wird der geneigte Zuschauer etwas an der Nase herumgeführt, sogar ein wenig angelogen.

Nicht ganz der Wahrheit entsprechend…

Warum? Nun, auf dem Cover prangen deutlich die Namen William Shatner und Helen Hunt. So weit noch alles richtig. Allerdings sehen wir auch eine lieb lächelnde erwachsene Helen Hunt, so als wäre dies direkt eine Szene aus dem Film. Nun ja, der Film stammt aus dem Jahr 1973. Helen Hunt ist 1963 geboren. Man merkt also: Hier kann etwas nicht stimmen, zumindest das Bild passt nicht zum Cover.

Fakt ist also, dass Helen Hunt zwar in diesem Film mitspielt, aber nicht in der Hauptrolle, die einem das Cover vorgaukeln möchte. Die weibliche Hauptrolle, die auf den ersten Blick gar nicht erwähnt wird, hat vielmehr Joanna Pettet übernommen, die hierzulande eher unbekannt ist und deren Gesicht man am ehesten aus Filmen wie „Casino Royale“ oder Fernsehauftritten in Serien kennt. Für diesen bewussten Versuch die Zuschauer mit einem anderen Namen zu ködern gibt es also erstmal einen Daumen runter. Nun aber zum Film selbst.

„Eine Siedlerfamilie Sergeant macht sich im Jahr 1867 auf den Weg nach Westen, um dort eine Farm zu betreiben. Nach dem Tod ihres Ehemannes John Sergeant muss sich Mutter Maggie Sergeant entscheiden, ob sie mit ihren Kindern an die Ostküste zurückkehren oder es auf sich allein gestellt versuchen soll. Was für ein langer und qualvoller Weg mit Entbehrungen vor ihnen liegt, kann sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnen…“

Ein ansprechendes Pionierdrama

Man merkt also, die wirkliche und alleinige Hauptfigur dieses Films ist Maggie Sergeant, die von Joanna Pettet gespielt wird. Natürlich bekommen wir auch Captain Kirk – sorry, William Shatner – zu sehen, der aber eben der schon bald verstorbene Vater in diesem Film ist. Im Grunde geht es also um diese Frau, auf den nun eine unheimlich große Verantwortung liegt und der zahlreiche Steine in den Weg gelegt werden.

Diese Dramatik wird gut dargestellt und der Zuschauer ist schon bald gefesselt von dem Pionierdrama der etwas anderen Art. Zwar ist „Der weite Weg nach Westen“ kein Vertreter des Genres, der besonders hervorzustechen weiß, bietet aber für Genre-Fans gute Unterhaltung.

Leider lässt die Bild-Qualität aufgrund des Alters des Films etwas zu wünschen übrig und das zusammen mit dem in die Irre führenden Cover führt zu Punktabzügen. Der Film selbst hingegen würde in einem guten Bronze-Bereich landen – auch ohne Helen Hunt in der weiblichen Hauptrolle, sondern als Kinderdarstellerin.

Der weite Weg nach Westen

Der weite Weg nach Westen
6.2

Story

7.4/10

Bild- und Tonqualität

5.0/10

Pros

  • Gut inszenierte Story
  • Eine Hauptdarstellerin, die zu überraschen weiß

Cons

  • In die Irre führendes Cover
  • Mittelmäßige Bildqualität

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