Die achte Todsünde

Es gibt mehrere Gründe, warum man sich spontan für ein Buch entscheidet. Der einfachste ist natürlich, dass man den Autoren kennt und die Romane in Herz geschlossen hat. Da darf es dann gerne auch ein Blindkauf sein. Oder man vertraut einer Empfehlung. Oder man ist ein visueller Typ, der besonders auf das Cover achtet und von diesem auf den Inhalt schließt. Und zu guter Letzt ist da die Kurzzusammenfassung auf dem Buchrücken, die manchmal Spoiler enthält, meistens aber einen guten ersten Eindruck vermittelt.

Warum sollte man zugreifen?

Bei „Die achte Todsünde“ von Rebecka Edgren Alden ist das nun eine ganz andere, schwierigere Sache. Hierbei handelt es sich um den ersten Roman der Autorin, der erste Punkt fällt also bereits weg. Empfehlungen bei Erscheinungsdatum sind ebenfalls eher schwierig zu finden und wenn man spontan ein Buch kaufen möchte sowieso keine Option.

Halten wir uns also an das Cover und die Kurzbeschreibung – und sind auch da ratlos. Gut, das Cover ist schön gestaltet, sagt aber noch nicht viel aus. Und die Kurzbeschreibung könnte kürzer wirklich nicht ausfallen:

„Nora lebt das perfekte Leben in einem idyllischen Vorort Stockholms. Doch dann taucht eine Unbekannte auf. Kann Nora ihrer Erinnerung trauen?“. Schwierig sich dazu wirklich ein Bild zu machen. Aber vielleicht ist es ja der Titel, der die Entscheidung beeinflusst.

Und plötzlich zündet es doch!

Was nun auch der ausschlaggebende Punkt sein mag, man wird den Kauf kaum bereuen. Wenngleich man zu Beginn der Lektüre genau dies befürchtet. Die Story kommt nur schleppend in Gang und manchmal fragt man sich, ob sich das Weiterlesen wohl lohnt. In diesem Fall ist es mit einem Ja zu beantworten. Denn tatsächlich wird es im Verlauf des Buches ordentlich spannend und die eine oder andere Überraschung wartet auf den Leser.

Der Schreibstil ist – mal eben abgesehen von dem Anfang – sehr angenehm und fesselnd zu lesen, sodass man darauf zu hoffen wagt, bald das nächste Werk der Newcomerin zu lesen. Und wenn man bedenkt, dass dies ihr erster Roman war, kann man beim holprigen Anfang auch mal ein Auge zudrücken.

Die achte Todsünde

Die achte Todsünde
8.1

Story

8.4 /10

Spannung

8.5 /10

Schreibstil

7.4 /10

Pros

  • Im Verlauf echt spannend und für Überraschungen gut
  • Angenehmer Schreibstil
  • Gelungenes Erstlingswerk

Cons

  • Holpriger und langatmiger Anfang

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