Die beste aller Welten (DVD)

Manche Filme kann man nicht einfach nebenbei schauen, bei denen lässt man sich nicht mit einem gewissen Unterhaltungsfaktor einfach berieseln. Manche Filme muss man danach erstmal sacken lasen und manchmal muss man auch zwischendrin ordentlich schlucken. Die österreichische Produktion „Die beste aller Welten“ ist eine eben solche – aus unterschiedlichen Gründen.

Zum einen liegt das daran, dass es sich um eine wahre Begebenheit handelt und Filme dieser Art haben von Natur aus oftmals schon eine ganz andere Wirkung. Dieser Film von Adrian Goiginger aber erzählt nicht einfach die Geschichte von irgendjemanden, sondern von ihm selbst, von seiner Kindheit mit einer drogensüchtigen Mutter.

This is love…

Wer nun aber denkt, dass man es mit einem durchgängig dramatischen Film über eine Familientragödie zu tun bekommt, der liegt vollkommen daneben. „Die beste aller Welten“ ist kein Drogenfilm wie „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ oder ähnliches. „Die beste aller Welten“ ist vielmehr ein Film über die unglaublich starke und intensive Liebe einer Mutter zu ihrem Kind. Einer Mutter, die voller Probleme steckt und mit ihren Dämonen zu kämpfen hat, aber immer ihren kleinen Sohn fest im Herzen hat.

Adrian Goiginger zeigt auf beeindruckende Weise, dass er trotz allem eine schöne Kindheit hatte. Zwischen Drogenmilieu und Mutterliebe, zwischen romantischen Geschichten am Lagerfeuer und Suchterkrankung. Adrian’s Mutter Helga weiß, dass sie den Kampf gegen die Drogen gewinnen muss und Adrian zeigt uns, dass seine Kindheit eine schöne war – trotz allem.

Eine österreichische Perle

Adrian Goiginger ist mit seinem Debüt hier ein wahrhaftes Meisterwerk gelungen, dass beim österreichischen Filmpreis 2018 bereits entsprechen geehrt wurde, unter anderem als bester österreichischer Film des Jahres. Zu Recht, denn hier ist es nicht nur die Geschichte, die mit ihrer Echtheit überzeugt, sondern vor allem die Gefühle, die vermittelt und echt herübergebracht werden. Die Darsteller scheinen mit Leib und Seele in ihren Rollen aufzugehen und dass Goiginger selbst als Drehbuchautor und Regisseur seine ganze Liebe in den Film gesteckt hat, ist nachvollziehbar und vor allem deutlich spürbar.

Emotionen stehen an erster Stelle, doch auch an Action und Szenenwechseln fehlt es nicht. Tatsächlich braucht sich „Die beste aller Welten“ nicht hinter internationalen Produktionen verstecken und sollte unbedingt von jedem gesehen werden, der echten Gefühlen offen gegenüber steht.

Die beste aller Welten

Die beste aller Welten
9.3

Storyumsetzung

9.2 /10

Darsteller

9.3 /10

Emotionen

9.5 /10

Pros

  • Ergreifend von Anfang bis Ende
  • Hervorragende Darsteller
  • Voller Emotionen, die echt herüberkommen
  • Wunderbar inszeniert und vollkommen ohne Längen

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