Die Priester – Möge die Straße

Religion und Musik – das scheint auf den ersten Blick nicht recht zu passen, wenn man aber bedenkt, dass in Kirchen wirklich immer gesungen wird, fällt einem auf, dass beides einfach zusammengehört. Gesang ist eine wunderbare Möglichkeit, mit Gott zu kommunizieren und ihn zu lobpreisen. Allerdings ist dies dann eben eine ganz eigene Sparte von Musik.

Die Priester haben es jedoch geschafft, religiöse Musik auch gesellschaftsfähig zu machen. Die Priester, die nicht nur diesen Bandnamen tragen, sondern tatsächlich Priester sind, bestehen aus Abt em. Rhabanus Petri, Pater Vianney Meister und dem Diözesanpriester aus Wien Andreas Schätzle. Eigentlich wollten sie eine Art Best of Album aufnehmen, doch daraus ist dann das neue Album „Möge die Straße“ entstanden, auf denen sie in 13 Liedern von Gott, Dankbarkeit und Ehrfurcht singen.

Ehrfürchtiges, hoch qualitatives Album

Das mittlerweile vierte Album der Geistlichen zeigt erneut, dass Musik tatsächlich eine gute Möglichkeit ist, seinen religiösen Glauben auszudrücken. Dabei möchten die Priester zwar nicht bekehrend wirken, aber man muss natürlich schon zugeben, dass man der Religion zumindest zugetan sein muss, um dem Album etwas abgewinnen zu können. Ist man aber gläubig, erhält man hier gerade in der Vorweihnachtszeit ein besinnliches Werk, das zur inneren Ruhe führt und aufzeigt, dass Lobgesang nicht zwingend nur mit Orgelmusik verbunden werden muss, sondern auch mit seichten Popklängen eine sehr effektvolle Wirkung haben kann.

Wer die Priester bereits kennt und mag, wird auch dieses Album lieben, denn die drei bleiben natürlich ihrem Stil treu und überzeugen wie gewohnt mit durchdachten und tiefgründigen Texten. Doch nicht nur die Botschaft kommt an, sondern der instrumentelle Hintergrund kann sogar ein jüngeres Publikum erreichen.

Die Priester - Möge die Straße

Die Priester - Möge die Straße
6.9

Texte

8.7 /10

Instrumentalisierung

9.2 /10

Atmosphäre

9.5 /10

Atmosphäre

0.0 /10

Pros

  • Gelungene Texte
  • Sehr gut instrumentalisiert
  • Modern untermalt und dennoch der Linie treu

Cons

  • Religiös sollte man schon sein, um das Album gänzlich genießen zu können

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