Die schwarze Königin

Man liest einen Namen, und weiß, was einen erwartet. So ist es jedenfalls häufig der Fall, wenn einem das Buch eines bekannten Autors oder einer bekannten Autorin in die Hände fällt. Doch manche Schriftsteller schreiben nicht immer unter demselben Namen, sondern legen sich Pseudonyme zu. Wer also denkt, dass Mara Volkers eine Newcomerin ist, die sich mystischer Vampirromane verschrieben hat, der liegt falsch!

Ein Erfolgsduo unter neuem Namen

Mara Volkers ist das Pseudonym des deutschen Autoren-Paares Iny Klocke und Elmar Wohlrath. Da klingt es immer noch nicht? Dann aber wohl bei einem der anderen Pseudonyme der beiden: Iny Lorentz, verantwortlich für „Die Wanderhure“ und nachfolgende Bücher. Unter dem Namen Mara Volkers ist seit 2010 also auch eine kleine Vampirreihe erschienen, die mit „Die schwarze Königin“ den Anfang macht.

In Wien geht ein Mörder um. Das Besondere: Der Mörder hinterlässt sein Opfer völlig ausgetrocknet. Die junge Studentin Daniela stolpert eines Tages über eine dieser Leichen und wird dadurch in eine Welt gerissen, von der sie nie geahnt hätte, dass sie existiert… Gut, nicht nur diese Leichenfund ist der Grund dafür. Daniela fühlt sich außerdem angezogen von den Bildern des Künstlers Urban Lassky, der sie mit seinen scharlachroten Werken in den Bann zieht. Irgendwie scheint all dies im Zusammenhang zu stehen und Daniela findet sich plötzlich mittendrin…

Mystischer Krimi

Von „dunklen Obsessionen“ und „erotischen Abgründen“ ist in der Beschreibung des Buches zu lesen. Wer sich auf genau das verlässt und freut, wird leider sehr enttäuscht werden. Denn die Beschreibung lässt Hoffnungen auf etwas völlig anderes aufkeimen als das, was man tatsächlich erhält. „Die schwarze Königin“ möchte man demnach am liebsten im Dark Romance Genre einordnen, doch da ist das Buch fehl am Platz. Was aber nicht heißen soll, dass das Buch nicht gut wäre! Man sollte nur vorab wissen, worauf man sich einlässt.

Vielmehr liest sich „Die schwarze Königin“ als mysteriöser Krimi. Wenngleich der Einstieg etwas schwer fällt. Denn der Anfang ist etwas zu sehr in die Länge gezogen, zu vollgepackt mit dem Kennenlernen der Charaktere und der Beschreibung der Umgebung. Doch wer über diesen etwas trockenen (und stellenweise gar schon langweiligen) Beginn hinwegsehen kann, wird später mit Spannung und Überraschungen belohnt. Und dann will man das Werk tatsächlich nicht mehr aus der Hand legen und giert nach mehr!

Die schwarze Königin

7.8

Story

7.5/10

Spannung

7.8/10

Schreibstil

8.2/10

Pros

  • Interessante Story mit Überraschungen
  • Spannend nach dem ersten Drittel
  • Gut zu lesender Schreibstil

Cons

  • Etwas mühsam zu lesen zu Beginn

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