Die Suche

Charlotte Link – dieser Name steht für Spannung, überraschende Wendungen und endlose Lesenächte. Nicht umsonst zählt die Autorin zu den erfolgreichsten deutschen Schriftstellerinnen der heutigen Zeit, viele ihrer Bücher erhalten Bestseller-Status und wurden sogar schon verfilmt. Wenngleich manche dieser Filme sicherlich gut gelungen sind, kommen sie doch nicht mit den Originalbüchern mit, die den Leser vollkommen in ihren Bann ziehen uns sogar noch Monate nach Ende der Lektüre gut im Gedächtnis bleiben.

Soviel also generell zu den Büchern von Charlotte Link. Sicherlich hat man aber aus diesem Grunde sehr hohe Ansprüche, wenn man ein neues Werk der Autorin in die Hand nimmt. So wie im Fall von „Die Suche“.

Einem Serientäter auf der Spur?

Wir befinden uns in Nordengland. Ein vierzehn Jahre alter Junge wird seit einem Jahr vermisst und plötzlich findet man seine Leiche im Hochmoor. Kurz darauf wird ein weiteres vierzehn Jahre altes Kind vermisst – der Verdacht, dass hier ein Zusammenhang besteht, wird geweckt. Kate Linville vom Scotland Yard ist aus privaten Gründen in der Nähe und befindet sich plötzlich doch inmitten der Ermittlungen…

Im Grunde haben wir es hier mit einem typischen Charlotte Link Thriller zu tun. Als Leser wird man gleich von Beginn in die Story und die Atmosphäre hineingezogen. Die Umgebungsbeschreibungen sind dafür genau richtig: nicht zu detailliert, aber auch nicht zu wage. Die Spannung kommt gleich auf den ersten Seiten auf und man möchte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Bis zur Hälfte der Lektüre ist man dadurch voll bei der Sache.

Spannend, mit kleinen Abstrichen gegen Ende

Doch dann beginnt die Geschichte leider doch etwas zu schwächeln. Die Lösungsansätze und später die Lösung selbst wirken etwas zu sehr konstruiert – was kennt man von der Autorin sonst eigentlich nicht. Dagegen stehen aber die vielen „falschen“ Lösungsmöglichkeiten, die den Leser immer mal wieder in die Irre führen und ihn somit voll bei der Stange halten.

Und dennoch bleibt ein bitterer Nachgeschmack. Ein bisschen das Gefühl, dass Charlotte Link gegen Ende des Buches die Ideen oder die Lust ausgegangen ist. Oder dass sie sich selbst in ihrer Story etwas verzettelt hat. Doch wie so häufig ist der Weg das Ziel und der Unterhaltungswert bis dorthin ist doch wieder enorm hoch!

Die Suche

Die Suche
8.2

Story

7.1 /10

Spannung

8.4 /10

Schreibstil

9.0 /10

Pros

  • Von Anfang an zieht das Buch in den Bann
  • Sehr gelungener Schreibstil
  • Spannend und irreführende Lösungsmöglichkeiten

Cons

  • Ein etwas zu konstruiertes Ende
  • Qualität lässt nach der Hälfte leider nach

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