Fallen Angels – Die Ankunft

J.R. Ward gehört wohl zu den meistgelesenen Fantasy-Autorinnen unserer Zeit. Durch ihre Roman-Reihe rund um die „Black Dagger“ gelang sie zu enormer Berühmtheit unter den Mystery Romance Fans. Genannte Serie wird immer noch weiter geführt, doch hat sich die Autorin einen kleinen Seitensprung erlaubt.

Die Engel und Dämonen kommen!

„Fallen Angels“ spielt in derselben Welt wie „Black Dagger“, jedoch darf die Reihe nicht als Spin-Off verstanden werden, wenngleich Fans nicht nur den einen oder anderen Ort wiedererkennen, sondern im Laufe der Serie auch mal über bekannte Namen stolpern. Dies ist aber lediglich ein nettes Gimmick von J.R. Ward und tut nichts zur Handlung der Serie zu Sache.

Im ersten Band dieser Reihe wird der Leser zunächst in das Thema eingeführt. Wider der sonstigen Fantasy-Gewohnheiten von J.R. Ward handelt es sich dieses Mal aber nicht um Vampire, sondern um Engel und Dämonen. Vielmehr sogar um die Existenz der Welt.

Seit jeher kämpft das Gute gegen das Böse um die Seelen der Menschen, um diese nach ihrem Tod entweder in den Himmel oder in die Hölle zu holen. Der Schöpfer selbst hat sich dieses endlose Spiel ausgedacht, dem er nun aber ein Ende setzen möchte. Ein letztes finales Spiel soll stattfinden, aus dem am Ende nur ein Sieger hervorgehen kann. Sieben Schlachten um sieben ahnungslose Seelen sollen nun also geschlagen werden.

Der Kampf zwischen Gut und Böse

Neben Himmel und Hölle wird eine neutrale Person als Hauptfigur in diesem Spiel erkoren, die sowohl das Gute als auch das Böse in sich trägt und somit ideal für den Job als Erlöser geeignet ist. Die Wahl fällt auf Jim Heron, einem ehemaligen Auftragskiller der Regierung, der den Ausstieg geschafft hat und nun als einfacher Mann auf dem Bau sein täglich Brot verdient.

Auf diesem Bau kommt es jedoch eines Tages zu einem folgenschweren Unfall, der Jim ins Jenseits befördert. Dort trifft er auf eine Gruppe von Engeln, die ihm das wichtige und alles entscheidende Spiel erklären. Seine Aufgabe besteht darin, die sieben unwissenden Seelen zu finden und sie an ihrem Scheideweg in die richtige Richtung zu lenken. Zum Guten natürlich, wie die Engel hoffen. Zu diesem Zwecke werden ihm sogleich zwei Engel zur Seite gestellt, die ihm bei seiner schwierigen Aufgabe beistehen sollen.

Zurück auf der Erde ist Jim nicht nur mit seinem neuen Ziel überfordert, sondern vor allem mit der ersten Seele, die es zu retten gilt. Es handelt sich dabei um niemand geringeren als Vin diPetro, seinen unsympathischen Chef, den er glaubt auf keinen auf den richtigen Weg bringen zu können. Schon gar nicht, weil die Hölle natürlich nicht tatenlos zusehen wird, sondern in Gestalt einer äußerst attraktiven Dämonin ebenfalls alles daran setzen wird, die Seele für sich zu beanspruchen.

Interessanter, wenn auch noch kein überragender Einstieg

J.R. Ward zeigt mit dem Auftakt der „Fallen Angels“ Reihe, dass die Welt der Mystery nicht immer aus Vampiren, Werwölfen und Co. bestehen muss, sondern das Thema Gut gegen Böse tatsächlich auch mit Himmel und Hölle großartig umgesetzt werden kann.

Der Einstieg läuft zwar noch nicht ganz rund und liest sich stellenweise holprig, aber ist das nicht immer so bei dem ersten Band einer neuen Serie? Die Thematik muss dem Leser näher gebracht werden, die Figuren werden detailliert beschrieben und die Umgebung erläutert. Dass dabei nicht zwingend immer ein Lesefluss entsteht, der dazu anregt, das Buch nicht mehr weglegen zu wollen, ist zu verschmerzen und verzeihlich.

Anfängliche langatmige Passagen werden nämlich im Verlauf des Romans durch Spannung und dem typischen Ward-Zauber wieder wett gemacht. So sehr, dass man sich am Ende des Buches bereits auf den nächsten Teil freut. Wenngleich die Fallen Angels mit „Die Ankunft“ noch nicht an die Klasse der Black Dagger heran kommen, so ist diese Reihe doch eine willkommene Abwechslung für Fans, die die Zeit des Wartens auf die Fortführung ihrer Lieblingsreihe mit spannender, mystischer und wardscher Literatur überbrücken möchten.

Fallen Angels - Die Ankunft

Fallen Angels - Die Ankunft
8

Spannung

7.4/10

Atmosphäre

7.6/10

Fortsetzungswunsch

8.7/10

Schreibstil

9.0/10

Lesefluss

7.4/10

Pros

  • Abwechslung im Genre
  • Typischer Ward-Schreistil
  • Interessanter Charaktere
  • Weckt Neugier auf mehr

Cons

  • Langatmiger Einstieg
  • Ab und an stockender Lesefluss

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