Famousity (PC)

Scheinbar endlose Spielwelten, hochauflösende Grafiken, ausgeklügeltes Kampfsystem – die Ansprüche der Gamer heutzutage sind hoch. Doch manchmal kann man uns auch mit einer ganz simplen, aber fesselnden Idee in in den Bann und stundenlang vor den Bildschirm ziehen. Sogenannte Casual Games werden dann schon mal zu echten Zeitfressern und amüsieren über eine sehr lange Zeit.

Großes Potential!

Ein neuer Kandidat in diesem Bereich ist das im April erscheinende Kartenspiel „Famousity“. Man mag ja gerne das eine Kartenspiel mit einem anderen vergleichen, doch hier hat man sich tatsächlich viel Mühe gegeben, ein kleines Unikat zu basteln. Natürlich ist das Ziel dasselbe wie bei den meisten anderen dieser Art: mit einer möglichst hohen Punktzahl zu gewinnen. Doch der Weg dahin ist ein unterhaltsamer, der mit viel Logik und Mitdenken erreicht werden kann.

Zunächst sei die Gestaltung der Karten erwähnt. Auf diesen finden wir immer eine berühmte Persönlichkeit aus Famousity, die seltsamerweise enorme Ähnlichkeit mit einem Star unserer Welt hat – lediglich der Name ist auf lustige Weise etwas abgeändert. So finden wir beispielsweise den Politiker mit der seltsamen Frisur Trumpty Dumpty ebenso vor wie eine Person der Vergangenheit namens Abe Cadillac.

All diesen Persönlichkeiten sind Symbole zugeordnet – zum Beispiel eine Musiknote, eine Filmklappe und/oder Dollarscheine. Auch haben sie zu den Epochen, in denen sie gelebt haben oder leben, entsprechende Umrahmungen, die nachher für die Punktebewertung wichtig sind. Manche Karten haben zudem Spezialfähigkeiten, mit denen Karten anderer Spieler vertauscht oder geklaut werden oder Angriffe auf die eigenen Karten abgeblockt werden können.

Vorsicht, Suchtfaktor

Das Spielprinzip ist simpel, aber dennoch herausfordernd. Eine in der Mitte befindliche Karte soll erspielt werden, dazu benötigt man selbst eine Karte mit möglichst vielen gemeinsamen Symbolen wie die Spielkarte auf dem Spielfeld. Wer am meisten Übereinstimmungen hat, gewinnt die Runde. Damit hat man aber noch keine Punkte ergattert, diese gibt es erst, wenn man Gruppen gebildet hat. Zum Beispiel drei Männer aus einer Epoche oder ein Mann und eine Frau aus derselben Epoche. Richtig viele Punkte gibt es jedoch, wenn man aus jeder Epoche einen Charakter gesammelt hat. Bedenkt man die Manipulationsmöglichkeiten der Mitspieler, ist das gar nicht mal so einfach.

Gespielt werden kann „Famousity“ gegen den Computer oder gegen echte Spieler. Da sich das Spiel zur Zeit aber noch in der geschlossenen Phase befindet, ist es schwer echte Mitspieler zu finden. Wie sich das dann darstellt, werden wir wohl erst nächsten Monat erfahren. Jedoch bringt das Spiel gegen die Bots schon so viel Spaß, dass man den Release kaum erwarten kann! Einzig die etwas hölzerne Maussteuerung ist leicht zu kritisieren – aber hier gilt: Meckern auf hohem Niveau.

Famousity

Famousity
8.7

Spielspaß

9.3 /10

Grafik

8.4 /10

Steuerung

7.5 /10

Suchtfaktor

9.5 /10

Pros

  • Hoher Suchtfaktor
  • Spaßiges Kartenspiel
  • Bereits gegen Bots sehr unterhaltsam
  • Schön gestaltete Karten

Cons

  • Etwas holprige Steuerung

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