Fimbul (PC)

Im Bereich der Indie-Games kann man so manch eine Perle für einen niedrigen oder zumindest fairen Preis finden. Solche Spiele, die nicht dem Mainstream entsprechen, sind natürlich immer Geschmackssache und so wird auf „Fimbul“ seine Fans finden – wir gehören aber leider nicht dazu.

Interessante Idee…

Wir schlüpfen in die Rolle eines Wikingers Kveldulver, der sich inmitten des Fimbulwinters nicht nur seinem eigenen Bruder entgegenstellen muss, sondern obendrein Amulett Ymnerfir finden soll. Damit soll übrigens der Weltuntergang aufgehalten werden – eine interessante und verantwortungsvolle Aufgabe für unsere betagte Hauptfigur. An uns ist es nun, sich durch die verschneite Landschaft zu kämpfen und dabei in klassischer Hack and Slay Manier alles niederzumetzeln, das sich uns in den Weg stellt. Die Geschichte wird uns dabei übrigens ins Comic-Strips erzählt – im Grunde eine wirklich nette Idee.

…doch die Umsetzung lässt zu wünsch übrig

Erste Zweifel am Spielspaß haben sich bei uns schon während des Intros breitgemacht. Scheinbar zusammenhanglose Bildchen und Sätze in nicht ganz so schöner Comicgrafik. Der große Grafikschock kam dann aber als es endlich los ging. Hier hängt man doch stilistisch einige Jahre zurück. Daran kann man sich sicherlich noch gewöhnen und dem einen oder anderen mag diese schlichte Darstellung vielleicht sogar gefallen. Doch wenn es dann an die schwerfällige Steuerung geht, hört der Spaß auf.

Wer das Spiel mit der Tastatur und Maus spielt, der wird sich des Öfteren über die Ungenauigkeit ärgern. Außerdem bewegt sich die Kamera scheinbar so, wie sie gerade lustig ist, sodass es einem unmöglich erscheint, zielgenau in die gewünschte Richtung zu gehen oder sich auf einen bestimmten Gegner zu stürzen.

Und irgendwann wird es dann langweilig

Hat man dennoch Spaß daran, sich durch die Wikinger zu kämpfen, dann wird dies spätestens nach 30 Minuten doch recht eintönig. Die Musik trägt nicht wirklich zur Atmosphäre bei, die Kampfgeräusche sind häufig verzögert oder unrealistisch. Obendrein können die Kämpfe gänzlich ohne Taktik gefochten werden – einfach rauf da! Und wer hofft, dass die interessante Grundidee der Story einige Wendungen und Überraschungen bereit hält… der irrt leider auch!

Im Grunde bleibt also zu sagen, dass wir recht hohe Hoffnungen in diesem Spiel gesetzt haben, die aber bereits in den ersten Spielminuten zerstört worden sind. Auch im Laufe des Spiels ist es nicht besser geworden, weshalb wir leider sagen müssen, dass „Fimbul“ seinen aktuellen Preis nicht wert ist.

Fimbul

Fimbul
5.7

Story

7.1 /10

Grafik

5.7 /10

Sound

6.6 /10

Steuerung

4.2 /10

Spielspaß

4.8 /10

Pros

  • Interessante Story...
  • Nett gemeinte Comicerzählung

Cons

  • ... die leider wenig Überraschungen bietet
  • Veraltete Grafik
  • Mittelmäßige deutsche Übersetzung
  • Auf Dauer langweiliges und eintöniges Gameplay

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