Fürst der Finsternis (DVD)

Die Faszination Vampir ist ungebrochen. Waren die Blutsauger bis vor einiger Zeit ausschließlich angsteinflößende und todbringende Gestalten, so haben sie spätestens seit einem bestimmten Jugendfilm doch auch einen romantischen Charakter bekommen. Mit der russischen Produktion „Fürst der Finsternis“ geht es jedoch wieder zurück zum Ursprung – den bösartigen, gefährlichen Vampiren.

Das Leben der Menschheit steht auf dem Spiel

Dem jungen Andrej (gespielt von Konstantin Kryukov) wurde ein wichtiger und dennoch scheinbar harmloser Auftrag von der Zarin zugeteilt: er soll einen Mönch aus dem Exil zurück holen, der von ihr verbannt worden ist. Doch in dem kleinen Dorf angekommen, erstreckt sich Andrej ein schreckliches Bild. Das alte Schloss auf dem Berg wurde von einem Vampir samt seiner Sippe eingenommen und in der Nacht verbreiten sie Angst und Schrecken. Doch das reicht dem dunklen Vampirfürst nicht – er will auch tagsüber sein Unwesen treiben und somit die komplette Macht übernehmen! Bei seinem Ziel behilflich sein kann ihm die schöne Milena. Eine junge Frau, deren Blut durch einen Ritus schreckliches für die Welt bedeuten könnte – es ist an Andrej und dem Mönch, die Menschheit und Milena zu retten.

„Düsteres und effektvolles Vampir-Märchen“ – so ist es auf dem DVD-Cover zu lesen. Ganz widersprechen kann man dem nicht, der Film ist tatsächlich recht düster gehalten und einige Effekte sind – vor allem wenn man das nicht allzu hohe Budget der Produktion bedenkt – durchaus beeindruckend. Allerdings sollte man bedenken, dass der Film bereits ab 12 Jahren freigegeben ist, blutig und richtig gruselig wird es also nicht. Vielleicht hätte ein bisschen mehr Gruselfaktor dem Film aber gar nicht geschadet, denn schaut man den Trailer, so glaubt man doch tatsächlich daran, dass man hier einen kleinen Schocker geliefert bekommt.

Gut in Szene gesetzte russische Produktion

Geht man aber ohne falsche Erwartungen an den Film, so bekommt man gute Unterhaltung geboten. Zwar gibt es einige Längen und irgendwie wird man das Gefühl nicht los, dass man eben keinen typischen Blockbuster sieht (was nunmal auch der Fall ist). Doch wer sich wagt ein wenig über den Tellerrand hinaus zu schauen und mit der Art russischer Filme bereits vertraut ist, der wird großen Gefallen an „Fürst der Finsternis“ finden.

Spannungshöhepunkte sucht man zwar vergeblich, dafür wird man durchweg gut unterhalten. Vor allem die Vampirdarstellungen und die Leistungen der Schauspieler fallen positiv ins Auge, sodass Vampir-Fans getrost einen Blick auf den Streifen werfen dürfen. Wer allerdings den gutaussehenden und imposanten Vampir des Covers sucht, der wird nicht fündig werden – hier fühlt man sich ein wenig in die Irre geführt.

 

Fürst der Finsternis

Fürst der Finsternis
7.7

Story

8.1 /10

Spannung

6.8 /10

Darsteller

7.5 /10

Bild- und Tonqualität

8.5 /10

Pros

  • Gute und professionelle Darsteller
  • Gelungene Kostüme
  • Eindrucksvolle Kulissen
  • Einige sehr gute Effekte

Cons

  • Etwas seicht und wenig gruselig für einen Vampir-Film
  • Keine richtigen Spannungshöhepunkte

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