Fuzzy Box (DVD)

Wer sich mit Filmklassikern von 1913 bis 1950 nur bedingt auskennt, kennt den Namen des Schauspielers Al St. John eher nicht. Dabei hat der US-Amerikaner in über 350 Filmen mitgespielt und oftmals die Hauptrolle verkörpert. Wer allerdings ein Fan von Western-Klassikern ist, der kennt sicherlich diesen Namen: Fuzzy. Und das ist eben niemand geringerer als der benannte Al St. John in einer seiner berühmtesten Rollen.

Die Figur Fuzzy stand zu Beginn dieser Filmreihen zwar nicht im Mittelpunkt, hatte aber immer einen gewissen Charme, sodass es nicht verwunderlich ist, dass gerade dieser Charakter in Erinnerung geblieben ist und mit der Zeit immer größere Rollen bekommen hat. In zahlreichen Filmen war der etwas trottelige und eigensinnige ältere Cowboy zu sehen und hat diesen Streifen die passende Komik verliehen. Sechs dieser Filme sind nun in der „Fuzzy Box“ erschienen und lassen den alten Kauz nochmal lebendig werden.

Fuzzys Kampf ohne Gnade

Fuzzys und Cheyennes Zusammenarbeit mit Hilfssheriff Jackson, bei der Entlarvung eines Bandenführers und seiner Leute wird verhindert, indem man Jackson erschießt. Nachdem der junge Walters beim Kartenspiel betrogen wird, den Kartentrick jedoch durchschaut und es dadurch zwischen ihm und seinem Gegenspieler, Grayson, zum Streit kommt, wird er von Judd, einem Bandenmitglied erschossen, Gerade in diesem Augenblick kommt Betty, die Schwester des Ermordeten in die Bar und droht die Mitglieder der Bande beim Marshall anzuzeigen. Judd ist im Begriff, sie anzugreifen. Cheyenne und Fuzzy kommen gerade rechtzeitig um Betty zu beschützen. Dies hat zur Folge, dass der Gangsterboss seinen Leuten den Auftrag erteilt, Betty, sowie Cheyenne und Fuzzy zu beseitigen. Des Nachts kommt die Bande, um Betty’s Farm niederzubrennen…

Der Originaltitel dieses Films lautet „Pioneer Justice“ und ist im deutschsprachigen Raum auch unter dem Titel „Fuzzy sieht Gespenster“ bekannt, wobei hierbei drei Fuzzy-Filme zusammen gemeint waren. Gedreht wurde dieser Streifen 1947 und ist wohl eher einer der schwächeren Fuzzy-Filme. Das bedeutet nicht, dass er schlecht ist. Er ist nur eben im Vergleich zu anderen Klassikern etwas langatmiger und weniger spannend. Dennoch für Fans ein Muss!

Terror in Texas

Fuzzy hat von seinem Vetter das Angebot erhalten, eine Ranch zu übernehmen, die dieser kürzlich gekauft hat. Als Fuzzy aber voller Besitzerstolz seine Tätigkeit antreten will, muss er zu seinem größten Erstaunen erfahren, dass sein Vetter angeblich gar nicht zum Kauf der Ranch erschienen ist. In der Zwischenzeit aber nähert sich schon ein anderer Käufer ahnungslos der Westernstadt, genau in einen Hinterhalt. Nur noch durch das Eingreifen von Rocky Cameron kommt er mit einer belanglosen Schussverletzung davon. Das Abenteuer kann beginnen…

Hier haben wir es mit einem Fuzzy-Film zu tun, der in der Glanzzeit der Filmfigur entstanden ist. Gedreht 1943 mit dem Titel „Wolves of the Range“, kommt hier ordentlich Spannung und Unterhaltung auf. So mag man Fuzzy – und so kennt man ihn!

Fuzzy gegen Tod und Teufel

Bösewicht Big Jim Kirby hat erfahren, dass der Bau einer Eisenbahnlinie bevorsteht und versucht nun, sich mit allen erdenklichen Mitteln den Grundbesitz der Rancher um das Städtchen Sagebrush unter den Nagel reißen. Besonders bedrängt fühlt sich Tom Grant, auf dessen Gebiet sich zudem die einzige Wasserquelle des Gebiets befindet. Grant ruft seinen Freund Cheyenne zu Hilfe, der mit Unterstützung des schrulligen Fuzzy den Schurken Einhalt gebietet.

„Return of the Lash“ stammt aus dem Jahr 1947 und zeigt Fuzzy in einer Glanzrolle! Definitiv einer der Favoriten und der beste Film dieser Box.

Fuzzy gegen den großen Manitou

Eine Stimme aus dem Jenseits gibt Fuzzy Hinweise auf die Zukunft. Alle im Ort sind hellauf begeistert, nur Fuzzys Freund Billy ahnt Böses…

1946 wurde „Outlaw of the Plains“ gedreht, wobei neben Al St. John natürlich auch wieder Buster Crabbe eine Hauptrolle spielt. Auszusetzen gibt es hier wieder nichts – ein schöner Klassiker.

Fuzzy und der Leutnant

Billys verblüffende Ähnlichkeit mit Leutnant Morrison erweist sich als überaus hilfreich, als er und seine Freunde Jeff und Fuzzy einem betrügerischen Plan auf die Schliche kommen.

Hier bekommen wir es mit einem weiteren Billy the Kid Film und Buster Crabbe zu tun. Der aus dem Jahr 1942 stammende Film trägt den Originaltitel „Law and Order“ und gehört zu den ältesten Fuzzy-Filmen.

Fuzzy dreht ein krummes Ding

Steve Lobo, ein alter Freund von Fuzzy und Cheyenne, ist tot. Seine Ranch leitet nun einer seiner Neffen: der fadenscheinige Wayne Dawson.

1947 ist „Cheyenne Takes Over“ erschienen. Ein spannender Film mit Fuzzy und Cheyenne, den Fans ebenfalls lieben werden!

Gesamteindruck

Wir bekommen hier eine gute Mischung durch die Fuzzy-Jahre. Mal mit Billy the Kid, mal mit Cheyenne. Wenngleich Fuzzy nicht die Hauptrolle spielt, so ist er doch gerade im europäischen Raum zu einem echten Highlight geworden. So ist es nicht verwunderlich, dass die deutschen Titel nicht die Namen der Hauptcharaktere, sondern die des Sidekicks tragen.

Fuzzy ist Kult – für junge und alte Western-Fans! Dementsprechend sind alle sechs Filme dieser Box sehenswert. Allerdings sollte man Abstriche bei der Ton- und Bildqualität machen. Der Zahn der Zeit hat hier halt schon ordentlich genagt…

Fuzzy Box

Fuzzy Box
8.2

Filmauswahl

9/10

    Bild- und Tonqualität

    7/10

      Pros

      • Eine gute Auswahl an verschiedenen Fuzzy-Filmen
      • Ein Muss für Fans

      Cons

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