G-Eazy – The Beautiful & Damned

Weiße Rapper, die es zu weltweitem Ruhm schaffen, gibt es nur wenige. Viele versuchen es, doch durchsetzen konnten sich bisher nur Größen wie Eminem oder Pitbull. Doch seit eingein wenigen Jahre macht sich ein weiterer Mann auf den Weg zur Spitze: der US-amerikanische Rapper mit den ukrainischen Wurzeln: G-Eazy.

Hierzulande war sein großer Durchbruch die Single „Me, Myself & I“ im Jahr 2015 und Rap-Fans haben ihn danach kaum aus den Augen gelassen. Auch die drei bereits aus dem Album „The Beautiful & Damned“ ausgekoppelten Singles haben zu Begeisterung geführt – allen voran der Titel „Him & I“.

Nun aber steht endlich das Album in seiner vollen Gänze zur Verfügung. Gleich 20 Titel bietet die Scheibe, darunter die bereits erwähnten Singles, aber auch zahlreiche Collaborations mit namenhaften Künstlern wie Halsey, A$AP Rocky und E-40.

Schnell zu vergessender Mainstream-Rap

Bis hierhin klingt es noch gut, nicht wahr? Fans dürfen an dieser Stelle auch gerne aufhören zu lesen, denn das neue Album wird ihnen wohl sicherlich gefallen. Doch schauen wir uns das Ganze aus einer etwas kritischeren Perspektive an. Aus einer solchen, wo man ohnehin nicht verstehen kann, wie G-Eazy es überhaupt zu so einem großen Erfolg geschafft hat. Wird wohl das Bad Boy Image sein… Der Versuch, unheimlich gefährlich und düster zu erscheinen. Das funktioniert bei vielen Rappern – aber nicht bei G-Eazy.

Auch auf „The Beautiful & Damned“ lässt er es sich nicht nehmen, dem Zuhörer Texte um die Ohren zu hauen, die betont erwachsen zu sein scheint. Deswegen wird auch wirklich jeder Titel mit einem „explicit“ versehen. Dies wird dann aber gepaart mit Charts-tauglichen Beats, denn um die Botschaft und Aussage scheint es hier nicht zu gehen, sondern vielmehr um den Erfolg.

G-Eazy hat sich zu einem Mainstream-Rapper ohne Tiefgang entwickelt, der auf diesem Album zwar einige Songs mit Hitpotential hat, diese aber hauptsächlich durch die Gastmusiker – die ihn selbst übrigens ordentlich in den Schatten stellen – getragen. Für den einen oder anderen Mainstream-Hit reicht es, aber wer tief gängigen Rap mag, der verdreht eher die Augen. Mittelmaß, das trifft wohl am ehesten sowohl auf den Künstler als auch sein neues Album zu.

G-Eazy - The Beautiful & Damned

G-Eazy - The Beautiful & Damned
6.1

Texte

5.1 /10

Beats

7.0 /10

Pros

  • Den Charts werden einige Songs gefallen
  • Gute Gastkünstler

Cons

  • Nichtssagende Texte
  • Unsympathische Art des Rappers

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