Galaktische Horizonte: Die Suche nach den Ancient Aliens

So manch einer rollt genervt mit den Augen, wenn er den Namen Erich von Däniken hört. Manche nennen ihn gerne den weltweit bekanntesten Verschwörungstheoretiker, andere meinen, seine Bücher haben einen aufklärenden Charakter, der auf fundierten Beweisen beruht. Was man nun aber von dem Schweizer auch halten mag, fest steht: Seine Bücher stechen aus der Masse heraus und kommen mit Kenntnissen, Erklärungen und manchmal tatsächlich auch Beweisen daher, die man anderswo nicht findet.

Das im Kopp Verlag erschienene Buch „Galaktische Horizonte – Die Suche nach den Ancient Aliens“ stammt nun nicht allein aus der Feder von Erich von Däniken, vielmehr haben er und einige seiner Kollegen sich zusammengetan, um dem Thema außerirdische Kontakte näher auf die Spur zu kommen.

Humbug oder interessante Denkansätze?

Nun muss man vorher wissen, unter welchem Aspekt man die Lektüre angehen möchte. Glaubt man an außerirdisches Leben und an die Möglichkeit, dass Außerirdische tatsächlich in der Vergangenheit versucht haben, Kontakt zur Erde aufzunehmen? Oder will man sich in eine Welt einlesen, an die man eigentlich nicht glaubt, bei der man aber insgeheim hofft, dass sie existiert? Oder ist man völliger Gegner solcher Ideen und Spekulationen? Gehört man zu letzterer Gruppe, wird man dem Augenrollen beim Lesen nicht entgehen können. Denn natürlich wird man sich dann vergangene Geschehnisse mit anderen möglichen Tatsachen erklären wollen.

Gehört man zu der ersten Gruppe wird man sich häufiger „Wusste ich es doch!“ denken. Ist man hingegen neutral oder etwas negativ eingestellt und steht dennoch der Sache offen gegenüber, dann wird man an einigen Stellen durchaus zum Nachdenken angeregt oder aber findet zumindest den Denkansatz interessant.

Im Großen und Ganzen ist aber auch „Galaktische Horizonte“ eine Ansammlung von Theorien, Erklärungsversuchen und Thesen. Das wäre nicht weiter wild, es stört aber, dass versucht worden ist mit Querverweisen einen fundierten Eindruck zu erwecken und mithilfe einer sehr fachmännischen und hochgestochenen Sprache möglichst wissenschaftlich zu klingen. Klar handelt es sich hier um eine Art der Wissenschaft – doch ohne Beweise ist diese einfach nicht ausgereift. Dennoch: Zumindest einige Kapitel sind unterhaltsam und sogar auf ihre Weise informativ.

Galaktische Horizonte: Die Suche nach den Ancient Aliens

Galaktische Horizonte: Die Suche nach den Ancient Aliens
5.6

Informationsgehalt

5.2 /10

Schreibstil

6.0 /10

Pros

  • Sicherlich einige interessante Denkansätze dabei
  • Eine bunte Reise um die Welt mit verschiedenen Meinungen und Ideen

Cons

  • Fehlende Beweise - eine Ansammlung von Spekulationen und Theorien
  • Krampfhaft versuchter fachmännischer Schreibstil

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