Geo (PC)

Wer früher gerne im Sandkasten gebuddelt hat, kann es in Geo jetzt etwas größer anlegen: In dem Weltraumerkundungsspiel übernehmt ihr die Kontrolle über ein Grabungsunternehmen, dass mit einem gigantischen Bohrer Ressourcen im Weltall abbaut. Was sich jetzt erstmal einfach anhört, ist in Wirklichkeit komplexer als man denkt. Wir haben Geo für euch angetestet.

Setting

Jeder fängt mal klein an. Zu Beginn des Spiels steht euch noch nicht viel zur Verfügung, ihr habt bloß einen Bohrer und eine zweiräumige Basis. Unter der Hilfe eures Roboterbuddys N.A.V.I. Soll sich das aber ganz schnell ändern. Eure Aufgabe ist, zufällig generierte Weltraumquadranten zu erforschen, Planeten zu finden und all diese wertvollen Mineralien aus der Oberfläche zu bohren. Diese könnt ihr nämlich sammeln, erforschen und so neue Raumbohrer, neue Räume und neue Crewmitglieder freischalten. Aber ihr grabt nicht nur nach Metallen und dergleichen, auch Schatztruhen und Sammelgegenstände warten unter der Kruste der verschiedenen Planeten. Und, wenn ihr tief genug grabt, könnt ihr auch dem Planetenkern zu schaffen machen und euch einige besonders nette Gegenstände einstreichen. Also grabt, erforscht, grabt, erforscht weiter und erklimmt die Spitze der Leaderboards!

Gameplay

Keine große Vorgeschichte, man wirft euch direkt rein. Wenn ihr das Spiel startet, erwartet euch erstmal eine Textwand und damit eine kurze Einführungsphase durch Roboterbuddy N.A.V.I. Es gibt einiges zu lernen: Wie ihr eure Basis erweitert, wie ihr Leute einstellt, wie ihr Dinge erforscht und so weiter. Das alles findet ihr im Hauptmenü, wo ihr euch durch die vielen Unterfenster klickt und eine kurze Erklärung geliefert kriegt. „Tiles, Collection, Forschung, Roulette“…? Ich will doch nur Schrott im Weltraum graben!

Und in den Weltraum bewegen wir uns auch als Erstes. Ihr wählt euren aktuellen Quadranten an und werdet erstmal von einer Reihe an Fragezeichenfeldern begrüßt. Wählen wir erstmal den einen freigelegten Planeten an, irgendwo muss man ja starten. Ihr fliegt also mit eurem Bohr-Raumschiff an die Oberfläche und beginnt zu graben. Das Prinzip des Spiels ist, mit eurem Bohrer die Materialblöcke zu zerstören. Je nach Material kriegt ihr natürlich unterschiedlich viel Geld, allerdings sind die Materialen auch unterschiedlich zäh. Wenn ihr einen Block bohrt, verliert euer Bohrer Lebenspunkte, und wenn diese auf 0 stehen explodiert der Bohrer und ihr müsst von oben (der Oberfläche) anfangen. Auf dem Weg zum Kern können euch verschiedene Sachen begegnen, von Monstern, die euch angreifen, über (unterschiedlich seltene) Bonuskisten oder Hohlräume, um jeden zufällig generierten Anlauf etwas aufzupeppen. Ausserdem solltet ihr auf die Eigenschaften des Planeten achten, ist der Planet nämlich zu kalt, zu heiß oder hat eine sehr hohe Schwerkraft, dann kann auch das eurem Bohrer schaden. Habt ihr euch aber an all diesen Dingen vorbeigekäpft, gelangt ihr zum Kern des Planeten. Bohrt ihr diesen, bekommt ihr einen besonders großen Gegenstands- und Geldbonus, und, ganz wichtig, einen kleinen Planetenkern.

Jetzt habt ihr also ein paar Mal gebohrt, euch die Taschen vollgestopft und kehrt zurück zur Basis. Hier könnt ihr eure gefundene Beute in Upgrades investieren. Mit den Planetenkernen schaltet ihr neue Eigenschaften für euren Bohrer frei, diese sind deswegen am wichigsten. Kurz danach kommt das klassisch goldene Münzgeld. Mit diesem kauft ihr neue Räume, Besatzungsmitglieder, wertet diese auf, kauft Dinge im Laden und erkundet den aktuellen Weltraumquadranten, wodurch euch dann neue Bohrorte zur Verfügung stehen. Darüber hinaus gibt es noch Wissenschaftsmünzen, mit denen ihr das Roulette für neue Eigenschaften drehen könnt, und Medallien. Diese Medallien kriegt ihr, indem ihr eine große Anzahl eines bestimmten Materials oder eines Sammelgegenstandes sammelt. Mit den Medallien schaltet ihr dann neue und bessere Bohrermodelle frei.

Und das war’s. Ihr bohrt, ihr rüstet auf, ihr bohrt weiter. Wirklich viel zu meckern gibt es an diesem Konzept nicht, abgesehen davon, dass die Steuerung des Bohrers per Mausklick oft sehr ungenau und unhandlich ist. Der größte „Kritikpunkt“ des Spiels ist eigentlich eher eine Sache des eigenen Geschmacks. Zum Einen bietet Geo nämlich mit den zahlreichen sammelbaren Gegenständen und zufälligen Planeten unglaubliches Wiederspielpotential und recht viel Inhalt. Auf der anderen Seite steht die Masse an Spielzeit, die durch das Konzept von Geo verschwendet wird. Wem der Begriff „Grinding“ jetzt noch nichts sagt, der wird die Bedeutung in Geo schmerzhaft zu spüren bekommen. „Grinding“ in Spielen bezeichnet den Prozess, indem der Spieler gezwungen ist, Vorgänge und Aktionen in massiven Ausmaßen zu wiederholen, um einen Fortschritt zu erzielen. Und genau das, und fast nichts anderes, ist Geo. Um das nötige Gold, Materialien, Planetenkerne, Wissenschaftsmünzen und so weiter zusammenkriegen, bedarf es einer Unmenge an oft recht eintönigen Bohrungen. Das liegt unter anderem daran, dass die Preise für so ziemlich alles im Spiel am Anfang stark nach oben schnellen, während der Bohrer mit so wenig Lebenspunkten ausgestattet ist, dass er in 9 von 10 Fällen vor dem Erreichen des Kerns in die Luft fliegt. An allen Ecken des Spiels trefft ihr auf Geldbarrieren, die eine Menge Zeit im Untergrund von euch abfordern. Wem das nichts ausmacht, der findet in Geo eine einfache Beschäftigung für Zwischendurch. Für alle anderen verlangt Geo eine Menge Arbeit von euch und gibt verhältnismäßig wenig zurück, besonders im Anbetracht der fehlenden Spielstory.

Grafik und Sound

Optisch ist das Spiel meistens einwandfrei. Die Umgebungen sind bunt und unterschiedlich und alles ist in einem netten Comic-Look gehalten. Das Interface des Spiels kann zu Beginn etwas überladen wirken, ist aber nach einer kurzen Eingewöhnung einfach zu navigieren. Auch der Sound ist bei Geo sehr angenehm, der Soundtrack des Spiels besteht großteilig aus synthlastigen und entspannten Elektrotracks, die das Bohren untermalen.

Fazit

Man kann graben und man kann erkunden, Wer das möchte, und eine Menge davon, für den ist Geo eine gute Wahl.

Geo (PC)

Geo (PC)
6.7

Setting

6.5 /10

Gameplay

6.5 /10

Grafik und Sound

7.0 /10

Pros

  • Eine Menge an Inhalt
  • Jeder Durchgang ist unterschiedlich
  • Viel zum Sammeln und entdecken
  • Schicke Optik

Cons

  • VIel Grinding
  • Keine Story
  • Ungenaue Steuerung

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