Ghost in the Shell (DVD)

Wer Mangas und Animes liebt, der kennt „Ghost in the Shell“ mit Sicherheit. Alles fing als ein Manga von Masamune Shirow im Jahr 1989 an. In den folgenden Jahren wurde der Manga mehrfach als Anime umgesetzt, nun ist er Anfang des Jahres auch als Realfilm in die Kinos gekommen – und jetzt endlich auf DVD erschienen!

Vom Papier auf die Leinwand

Es handelt sich hierbei um die Verfilmung des genannten ersten Mangas von Masamune Shirow, Regie führte Rupert Sanders, der sich auch schon für „Snow White and the Huntsman“ verantwortlich zeigte. Doch nicht nur der Name des Regisseurs ist ein bekannter, auch die Darsteller gehören zum Who is Who Hollywoods. Ganz vorne steht dabei natürlich Scarlett Johansson. Des Weiteren sind Pilou Asbæk, Juliette Binoche und Takeshi Tikano mit von der Partie.

Reißen wir die Story mal kurz an für alle, die sich bisher nicht mit dem Manga oder den Animes beschäftigt haben: Die Story spielt in der Zukunft. In einer Zukunft, in der es ganz normal ist, wenn Menschen Maschinenbauteile in ihrem Körper tragen und Cyborgs zum Straßenbild gehören. Major Mira Killian (gespielt von Scarlett Johansson) ist jedoch die erste ihrer Art, sie ist körperlich eine Maschine, nur ihr Hirn ist weiterhin menschlich. Daraus ergibt sich auch der Name der Geschichte – Shell und Ghost.

Mira kann sich an ihrer Vergangenheit als Mensch kaum noch erinnern, nur aus Erzählungen der Hanka Robotics, die angeblich nur ihr Hirn retten konnten, sind ihre Eltern bei einem Angriff von Cyberterroristen ums Leben gekommen. Mira kämpft nun gegen eben diesen Cyberterrorismus als sie die wahre Geschichte ihrer Vergangenheit erfährt, die ihr Leben völlig auf den Kopf stellt.

Visuell eindrucksvoll, Story schwächelt etwas

„Ghost in the Shell“ musste bereits so einige Kritik einstecken. Es fehle dem Herz an Seele, so heißt es. Und ein wenig stimmt es auch. Die Originalstory wird im Grundgerüst gut nacherzählt, wenngleich es hie und da einige Abänderungen gegeben hat. Das mag aber der Komplexität der Geschichte zuzuschreiben sein – das wäre einfach zu umfangreich für einen einzelnen Film gewesen. Gelöst wurde dieses Problem dabei recht gut und vor allem die Charaktere wurden sehr gut in die Realität umgesetzt.

Allerdings wird die Geschichte recht lieblos erzählt, hier wurde deutlich mehr Wert auf visuelle Effekte gesetzt. Und für diese gibt es gerne beide Daumen hoch! Bunt und gewaltig eindrucksvoll kommt der Streifen daher – hier wurde großartige Arbeit geleistet. Allerdings hätte eine etwas düstere Atmosphäre nicht geschadet – wie im Original eben.

Letztendlich ist „Ghost in the Shell“ als Realverfilmung keine vergeudete Zeit, spannend und visuell eindrucksvoll ist er allemal. Vor allem dann, wenn man das Original nicht kennt – dann bekommt man einen actionreichen Science-Fiction-Film zu sehen. Fans sollten nicht mit zu hohen Erwartungen an den Streifen gehen – Verfilmungen eines Mangas oder Animes fallen eben oftmals nicht so aus, wie man es sich vorstellt. Und dennoch: Für Popcorn-Kino reicht es allemal.

Ghost in the Shell

Ghost in the Shell
8

Storyumsetzung

6.5 /10

Darsteller

7.9 /10

Optik

9.5 /10

Pros

  • Bunt und eindrucksvoll inszeniert
  • Actionreiches Science-Fiction-Abenteuer
  • Gute Darsteller

Cons

  • Die Story ist etwas lieblos erzählt

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