Gunmetal Arcadia (PC, Preview)

Nach nicht mal einem Jahr erscheint bald die Fortsetzung zum Prequel Gunmetal Arcadia Zero, die schlicht und einfach Gunmetal Arcadia heißt. Der Vorgänger war ein Hardcore-Action-Plattformer, zu dem ihr vielleicht auch schon unsere Review gelesen habt. Mit 9 von 10 Punkten hat uns der Vorgänger ziemlich begeistert, da sind die Erwartungen an die Fortsetzung natürlich groß. Wir durften Gunmetal Arcadia jetzt vor Release anspielen und sagen euch, ob die Forsetzung dem ersten Spiel gerecht wird.

Setting

Kurz nach den Geschehnissen von Gunmetal Arcadia Zero erhebt sich das Unmade-Königreich erneut und bedroht die Tech-Elfen (Zu denen gehörst du!). Alle Streitkräfte werden mobilisiert, alle Krieger in den Kampf geschickt, doch es scheint nicht zu reichen. Sie brauchen deine Hilfe. Deswegen wählst du einen von fünf Helden und stellst dich den Gegnermengen entgegen. Dieses Mal ist alles aber ein bisschen anders. Es gibt keine Continues. Es gibt keine Extraleben.
Du hast einen Versuch es zu schaffen… sonst war’s das.

Gameplay

Wie schon der Vorgänger ist Gunmetal Arcadia ein Action-Plattformer. Wehre dich mit deinem Schwert gegen fiese Gegner, springe über Fallen und Schluchten und versuche, zu überleben. Das Spiel ist in mehrere Kapitel aufgeteilt, in denen ihr all euer Können brauchen werdet, um ans Ziel zu gelangen. Pro Kapitel gibt es jeweils einen Miniboss und einen Endboss, der, je nach Kapitel, unterschiedlich schwer ist. Damit ihr gegen die vielen Gegner ankommen könnt, müsst ihr also euer Schwert, Wurfwaffen und Bomben so gut es geht nutzen, um nicht als Monsterfutter zu Enden.

Der Unterschied zu Zero ist aber, dass der Nachfolger ein Rougelike-Abenteuer ist. Im Vorgänger musste man sich nur durch einen Abschnitt durchkämpfen, um am Anfang des nächsten Kapitels permanent zu speichern. Hier ist das nicht möglich. Das heißt, es gibt keine Speicherpunkte, keine Extraleben. Ihr habt einen Versuch, bis zum Ende zu kommen. Schafft ihr es nicht und verliert all eure Herzen, dann heißt es Game Over. Zurück auf Anfang. Um aber nicht komplett hilflos zu sein, gibt es auf dem Weg viele Händler, Geheimnisse und Upgrades zu finden. Die Upgrades verstärken zum Beispiel euren Waffenschaden, erhöhen eure Sprungkraft oder die Anzahl eurer Herzen und so weiter. Oft sind diese Upgrades hinter Schlüsseltüren versteckt, die ihr mit versteckten, goldenen Schlüsseln aufschließen könnt. Vor dem Start könnt ihr aber aus einer Anzahl von Helden wählen, die alle verschiedene Eigenschaften haben. Manche haben zum Beispiel zu Anfang mehr Herzen, dafür aber keine Items, andere haben weniger Herzen als normal, sind aber mit ausreichend Bomben bestückt.
Wem das jetzt ein bisschen nach z.B. Binding of Isaac klingt, der liegt damit garnicht so falsch. Auch wenn die 2D-Plattformerwurzeln des Originals erhalten bleiben, scheint die Forsetzung mehr auf den Wiederspielwert als auf eine abgeschlossene Reise zu setzen. Wiederspielwert gibt es nämlich zuhauf, nicht nur durch die verschiedenen Helden am Anfang, sondern auch durch die zufällig generierten Levels, die ihr mit jedem neuen Anlauf durchquert. Auch hier gibt es verschiedene Themen wie zum Beispiel Städte, Dschungel oder Lavahöhlen, die einen Abschnitt ausmachen, das Layout, die Gegner und Bosse sind aber mit jedem Mal zufällig. Bei der Anzahl an verschiedenen Upgrades, Händlern, Bossen und Gegnern wird es für Neueinsteiger der Serie sicher etwas dauern, bis man all das kennen gelernt hat. Wer aber Gunmetal Arcadia Zero gespielt hat, der wird bemerken: „Hey, den Boss gab’s schon im letzten Teil.“, „Die Sekundärwaffe hatte ich in Zero doch schon“, „Das ist die selbe Auswahl an Schwertern!“. Eigentlich wurde alles, wirklich absolut ALLES aus Zero übernommen. Man trifft die gleichen Charaktere, man besiegt die gleichen Gegner. Der Unterschied ist nur, dass das Levellayout halt immer zufällig ist. Ausserdem ist Gunmetal Arcadia durch die schneller ansteigende Schwierigkeit meiner Meinung nach etwas schwerer als der Vorgänger. Das ist an sich nicht schlimm und mir machen sowohl Gunmetal Arcadia als auch GA Zero eine Menge Spaß. Man fragt sich beim Spielen jedoch schon, ob die zufällig-generierten Runs des Nachfolgers nicht einfach ein Modus von Zero hätten sein können. Letzten Endes entscheidet sich die Exsistzenberechtigung von Gunmetal Arcadia über den Preis, der noch nicht bekannt ist, Fans der Serie werden sich zum Start aber vermutlich über das Fehlen von wirklich neuem Content, neuen Objekten usw. abseits des veränderten Spielmodus wundern.

Grafik und Sound

Auch hier ist Gunmetal Arcadia seinem Vorgänger beinahe identisch. Die Chiptune-Tracks decken sich größtenteils mit denen von Zero, was den Kauf beider seperat erhältlichen OST’s etwas fraglich macht, auch die Charakterdesigns, Umgebungen, Gegner sind die Selben, die man bereits in Zero gesehen hat. Die Menüführung ist die gleiche, die Spieloptionen sind gleich. Gunmetal Arcadia streicht in der B-Note damit die selbe Punktzahl ein wie im Vorgänger, das liegt aber größtenteils daran, dass nichts verändert wurde.

 

Fazit

Alter Look, neues Gameplay. Gunmetal Arcadia hat mich genauso begeistert wie der Vorgänger. Die neuen Rougelike-Elemente passen hervorragend zum Gunmetal-Gameplay, auch wenn man sonst nicht viel verändert hat. Ist vielleicht auch besser so.

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