Happy Empire (PC)

Um den Joker zu zitieren: Warum so ernst? Muss man sich in Spielen denn immer durch die Postapokalypse schleppen? Oder von irgendwelchen wahnsinnigen Monstern jagen lassen? Muss man nicht. Wen die Arbeit oder die Schule schon genug stresst, der will manchmal nicht auch noch in Videospielen um sein nacktes Überleben kämpfen. Manchmal wünscht man sich doch einfach nur eine Welt, in der Alles besser ist… Alle sind glücklich, alle sind froh. So oder so ähnlich ist es in Time-Management-Spiel Happy Empire.

Setting

Ihr seid die Herrscherin des Happy Empire. Und euer Königreich ist so glücklich, dass es beinahe schon weh tut. Die Agrarwirtschaft boomt, die Sonne scheint und die Bewohner des Landes schreien vor Glück. Doch der Frieden währt nicht lange… Während ihr auf einer Seereise seid, übernimmt ein böser Zauberer die Herrschaft über euer Reich! Betrug! Verrat! Das lasst ihr natürlich nicht auf euch sitzen und kehrt zurück. Jetzt liegt es an euch, das Land Stück für Stück zurückzuerobern. Zugegeben, die Stoykomponente wirkt ein wenig flach und irgendwie schon mehrmals gehört, allerdings kriegt ihr von der Geschichte auch nichts weiter als eine kleine Cutscene am Anfang des Spiels mit. Darum geht’s ja auch garnicht. Und selbst wenn nicht ganz klar ist, was der böse Zauberer überhaupt anrichtet, es gilt, ihn aufzuhalten.

Gameplay

Denn wo es keine nennenswerte Story gibt, da ist brillantes Gameplay umso wichtiger! Im Level wird euch ein Straßennetz geboten, welches ihr mithilfe eurer beiden Bauern räumen müsst, bis ihr zum verschlossenen Tor gelangt und die goldene Truhe aufschließt. Um die Hindernisse auf eurem Weg, Schlaglöcher, Sümpfe, kaputte Brücken und so weiter, zu bewältigen, benötigt ihr aber erstmal Ressourcen. Die liegen in eurem superglücklichen Königreich aber Gott sei Dank einfach auf der Strasse. Seien es Früchte, Holzstapel oder sogar Säcke mit Gold, alles wartet nur darauf, von euren fleißigen Bauern aufgehoben zu werden. Und damit kommen wir zum eigentlichen Spielprinzip, denn um ans Ziel zu gelangen, müsst ihr die richtigen Ressourcen in der richtigen Reihenfolge aufheben, um Händler anzuwerben und das Ziel schnellstmöglich zu erreichen. Je schneller ihr seid, desto mehr Sterne pro Level gibt’s!

Das Ganze spielt sich wie eine Art Mix aus Strategie und Knobelspiel, indem ihr geschickt planen müsst, um das Level in der vorgegebenen Zeit zu schaffen. Tatsächlich fühlt es sich aber eher an, als hätte man sich entschlossen, dass Ressourcensammeln aus Warcraft 3 auf Spiellänge zu strecken. Ungeduldig wartet ihr darauf, dass eure Bauern von A nach B rennen, um endlich ihre gegebenen Aufgaben zu erledigen. An sich kann das schon für ein paar Level unterhaltsam sein, ob man sich allerdings über alle 26 Level für ein Spielprinzip, das im Grunde taktisches Warten ist, begeistern kann, ist fraglich.

Grafik und Sound

Schön sieht Happy Empire dennoch aus. Die Welten wirken wie Illustrationen aus einem Märchenbuch, wenn auch einem recht generischen, und auch an der Aufmachung des Spiels selber ist nichts auszusetzen. Die Menüs sind einfach und wirken, als hätte das Spiel grade den Sprung vom Tablet auf den PC gemacht (was auch immer man davon halten mag). Die Musik ist fröhlich und Orchestral, alles in allem Dinge, die man im Grunde mit einem typischen Casual Game verbindet.

Fazit

Im Grunde ist Happy Empire ein typisches Casual Game. Simples Spielprinzip, einfache Präsentation. Wer zwischendurch ein-zwei Rätsel lösen möchte, wird mit Happy Empire moderaten Spaß finden. Aber auf Dauer kann das Spiel eindeutig nicht begeistern.

Happy Empire (PC)

Happy Empire (PC)
4.8

Gameplay

4.8 /10

Grafik

6.0 /10

Wiederspielwert

3.7 /10

Pros

  • Einfach zu lernen
  • Level dauern nicht lange

Cons

  • Sehr repetitiv
  • Keine wirkliche Herausforderung

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