Hickok (DVD)

Western sind ein Genre für sich. Für manche gilt es als längst ausgestorben, andere entdecken es gerade erst für sich wieder. Meistens muss man auf ältere Streifen zurückgreifen, doch glücklicherweise trauen sich auch in der heutigen Zeit noch Produzenten an das Genre. Am besten ist es da, wenn man etwas geliefert bekommt, das mehr oder weniger auf wahren Tatsachen beruht, sodass man zumindest die Namen der Filmfiguren schon ein paar mal gehört hat.

Eine Reise in eine berühmte Vergangenheit

Ein Film, auf dem beide Dinge zutreffen, ist „Hickok“. Der Film aus diesem Jahr beschäftigt sich mit dem titelgebenden Mann, der einer der berüchtigten Revolverhelden war. Wild Bill Hickok war aber nicht nur ein solcher, sondern hat sich einige Zeit auch als City Marshall einen Namen gemacht. Von eben dieser Zeit handelt der Film „Hickok“.

Die Story verspricht also schon einiges an Spannung und wenn man sich die Liste der Darsteller anschaut, hofft man ebenso auf eine äußerst gute Performance. Da wäre zum Beispiel Luke Hensworth in der Rolle der Titelfigur und Kris Kristfferson und Trace Aukins in weiteren Rollen. Wer sich jedoch mit dem Thema Hickok ein wenig beschäftigt hat, wird schnell feststellen, dass Luke Hensworth nicht wirklich die passende Besetzung ist. Der langhaarige Mann mit dem auffälligen Bart wird plötzlich zum attraktiven Sunnyboy – hieran werden sich diejenigen, die es möglich genau haben möchten, bereits stören. Dennoch ist die Leistung des Schauspielers gut, ebenso die seiner Kollegen. Wenngleich einem ab und an das Gefühl beschleicht, dass sie an manchen Tagen recht lustlos ans Set gekommen sind.

Oops, das ging nach hinten los

Vielleicht, weil sie geahnt haben, dass die Kritiken zu diesem Film eher schlecht als recht ausfallen werden. Die Gründe dafür erkennt man noch nicht im Trailer, doch spätestens nach 10 Minuten wird klar, dass dieser Film kein Hit sein kann. Lieblose und teilweise unsinnige Dialoge, die Spannung bleibt auf der Strecke. Auch die historische Genauigkeit lässt sehr zu wünschen übrig – im Grunde hat man sich hier eines bekannten Namens bedient und eine fiktive Story herum gesponnen.

Es ist also nicht verwunderlich, dass so manch einer schwer von „Hickok“ enttäuscht worden ist. Doch bei all der negativen Kritik ist es doch nicht eine völlige Katastrophe – schlechter Durchschnitt könnte man sagen. Wer jedenfalls nicht immer nur alte Streifen des Genres möchte, der kann seine Zeit einmalige auch für diesen Film opfern.

Hickok

Hickok
6.1

Storyumsetzung

5.2 /10

Spannung

5.1 /10

Darsteller

6.5 /10

Bild- und Tonqualität

7.5 /10

Pros

  • Mit bekannter Besetzung

Cons

  • Eher unmotivierte Darsteller
  • Weit ab der historischen Genauigkeit
  • Langweilige Umsetzung einer Story, die viel mehr zu bieten hatte

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