Himmelfahrtskommando Ostfront (DVD)

Peng! Boom! Knall! Wer sich den Trailer zum Film „Himmelfahrtskommando Ostfront“ anschaut, hat keine Ahnung, worum es eigentlich gehen soll. Krieg – das ist klar. Aber sonst sieht man nur Blut, Geballer und Explosionen. Nicht sehr aussagekräftig, doch wenn man dann den ganzen Film gesehen hat, weiß man auch, warum das der bestmögliche Trailer war…

Schritt für Schritt ins Ungewisse

„Ende des Jahres 1942 dient der Gefreite Lombos an der Ostfront der Königlich-Ungarischen Armee. Seine tiefe Verbundenheit zur Familie und sein unerschütterlicher Patriotismus lassen ihn immer wieder zur Waffe greifen und in der Hölle der Ostfront kämpfen. Als Lombos verwundet wird muss er über Nacht in einem Schützengraben in feindlichem Gebiet ausharren. In der Morgendämmerung geschieht das Unausweichliche und er wird entdeckt und in sowjetische Gefangenschaft genommen. Dort wird er gezwungen sich den ‚Mienen-Tramplern‘ anzuschließen. Diese bilden ein Strafbataillon, welches Minenfelder räumt indem Soldaten drauftreten. Wie lange kann Lombos dies durchstehen? Oder wird er an der Ostfront sterben?“

Zunächst klingt die Inhaltsbeschreibung durchaus interessant. Normalerweise sind Filme, die im Zweiten Weltkrieg spielen, recht einseitig: Die tollen Amerikaner, die bösen Deutschen. Hier wird mal eine andere Seite beleuchtet (gut, es handelt sich schließlich auch um einen ungarischen Film) – doch dummerweise wurde das in einer politisch sehr schlechten Weise dargestellt. Man ist fast schon geneigt zu sagen, dass es hier viel zu faschistisch zugeht und die Historie etwas verzerrt wird.

Man kann tatsächlich alles falsch machen

Wer es historisch genau nimmt, wird sich bei diesem Film ohnehin schütteln. Das fängt bei den Uniformen und Ausrüstungen an, geht über das Verhalten der Soldaten bis hin zum gesamten Storyplot. Da hat es die Produktion wirklich nicht genau genommen und hat einen sehr fiktiven Film herausgebracht. Aber selbst wenn man sich an dieser Tatsache nicht stört, kann man „Himmelfahrtskommando Ostfront“ kaum etwas Positives abgewinnen. Es fehlt völlig an einer richtigen Storyline, es fühlt sich fast so an, als hätten die Schauspieler improvisiert und wäre ohne jegliches Drehbuch an die Arbeit gegangen.

Die Darsteller sind übrigens auch so ein Punkt… Entweder absolut laienhaft und scheinbar ohne jegliche Schauspielerfahrung oder direkt aus dem Theater weggecastet: vollkommen überzogen und theatralisch. Richtige Atmosphäre kann da einfach nicht aufkommen, als Zuschauer ist man dazu geneigt ob der Schlechtigkeit zu schmunzeln anstatt spannend auf den Bildschirm zu blicken.

„Himmelfahrtskommando Ostfront“ macht so ziemlich alles falsch, was man falsch machen kann: Darstellerwahl, Kameraführung, Drehbuch und Story, Kostüme und sogar der Soundtrack passt überhaupt nicht. Diesen Film muss man wirklich nicht gesehen haben.

Himmelfahrtskommando Ostfront

Himmelfahrtskommando Ostfront
3

Story

3.0 /10

Atmosphäre

3.2 /10

Darsteller

2.8 /10

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