Ich will dich nicht vergessen

Das Thema Trauer ist ein sehr schwieriges, mit dem jeder anders umgeht. Manchen hilft es, viel über den geliebten Verstorbenen zu sprechen, andere besuchen Orte, die in der Vergangenheit wichtig waren und wiederum andere suchen sich professionelle Hilfe oder lesen viele Bücher.

„Ich will dich nicht vergessen“ von Jo Eckart ist aber kein „typisches“ Buch zum Thema Trauer. Es ist viel eher ein Mitmach-Buch, ein Buch, das man selber gestalten kann und somit dem oder der Verstorbenen ein eigenes Buch widmet.

Aktive Trauerbewältigung

Die Autorin stellt Fragen und man selbst kann diese beantworten. Er stellt Fragen, die wohl auch ein Therapeut stellen würde – oder bereits gestellt hat. Der Leser – oder besser Nutzer – setzt sich dabei mit Dingen auseinander, die er sonst nicht bedacht oder vielleicht verdrängt hätte. Schmerz soll ebenso zugelassen werden wie positive Emotionen, schöne Erinnerungen und Hoffnungen.

Das Buch ist dabei in einem sanften Blauton gestaltet und wirkt damit weder zu kalt noch übertrieben fröhlich. Zwischendurch sind außerdem Zitate zum Thema entsprechend zu finden.

Des Weiteren wirft die Autorin viele hilfreiche Ratschläge ein, die niemals altklug oder zu rational klingen. Man fühlt sich als Trauernder viel mehr verstanden und kann das Geschriebene akzeptieren und nachvollziehen.

Diese Art der Trauerverarbeitung mag nicht jedermanns Sache sein, aber wer sich darauf einlässt, der wird eine Achterbahn der Gefühle durchlaufen und eine Erinnerung schaffen, die man nicht nur im Herzen, sondern auch an einem besonderen Platz im eigenen Heim behält.

Ich will dich nicht vergessen

Ich will dich nicht vergessen
9.2

Inhalt

8.9 /10

Idee

9.5 /10

Gestaltung

9.2 /10

Pros

  • Die andere Art der Trauerbewältigung
  • Mit hilfreichen Ratschlägen
  • Einfühlsam gestellte Fragen
  • Ein Buch, das Erinnerungen speichert

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