Intelligent Design: An Evolutionary Sandbox (PC)

In Intelligent Design: An Evolutionary Sandbox erobert ihr mithilfe von allerlei Lebensformen einen fremden Planeten. Dabei schlüpft ihr in die Rolle einer schwebenden Drohne, die mit der Kolonialisierung beauftragt wurde und hochgradig wertvolle Forschung durchführen soll. So zumindest der Plan. Was euch genau in dem Sandkastengame erwartet und ob ihr euch damit die Zeit bis zur Eroberung des Mars durch den Menschen vertreiben könnt, erfahrt ihr in diesem Test.

Wir sind gelandet

Wie bereits erwähnt bewegen wir uns in Intelligent Design: An Evolutionary Sandbox als eine Drohne über die Oberfläche eines fremden Planeten, um dort einige Lebewesen und Lebensformen hochzuziehen. Diese sollen wir erforschen und so neue Lebensformen freischalten. Klingt doch simpel! Also tuckern wir mit der Drohne aus First-Person-Sicht durch die fremdartige Luft und lesen uns aufmerksam die Tutorialhinweise durch. Den oberen Rand des Spiels zieren eine Menge Werte und Skalen, mit den wenigsten können wir bis jetzt was anfangen. „Welt-Effizienz“? Hä?
Doch wir sind hier um zu lernen. In kurzer Zeit finden wir heraus, wie wir unsere ersten Lebensformen auf die Oberfläche bringen. Mithilfe von Pflanzensamen, die wir großzügig in der Luft verteilen und zu Boden sinken sehen. Dort sprießen an der Samenstelle seltsame grüne Würste aus dem Boden, die den Pflanzencounter unserer Welt und den Pflanzenwissenschaftswert nach oben treiben. Letzeren benötigen wir, um später Upgrades für das Grünzeug freizuschalten. Kurz darauf setzen wir das erste Gebäude, einen „Sammler“. Das schwarze Konstrukt, welches ein wenig dem Marker aus Dead Space ähnelt, baut die Pflänzchen ab und wandelt sie in Biomasse um. Biomasse benötigen wir wiederum, um neue Gebäude zu bauen. Das Grundprinzip des Spiels scheint also zu stehen. Dinge erforschen, Gebäude bauen und so noch mehr erforschen.

Eine Sandbox-Evolution?

Schon bald können wir unsere ersten Pflanzenfresser platzieren, sowie aufrüstbare Forschungslabors und Kraftfelder, um einzelne Lebensarten getrennt voneinander großziehen zu können. Ab hier fängt das Spiel an, sich zu verlaufen. Obwohl das Tutorial in einem gemäßigten Tempo voranschreitet, hat man am Ende immernoch das Gefühl, nicht alles verstanden zu haben. Der Zweck der „Wissenschaft“s und Genetikpanels, die die Entwicklung unserer Arten vorantreiben und damit eigentlich auch den Hauptreiz des Spiels ausmachen, bleiben irgendwie ungeklärt. Freigeschaltete Pflanzenupgrades (und andere) bringen keinen merkbaren Unterschied, auch der Zweck des Gen-Erforschens einzelner Arten wird wenig ersichtlich. Spaß macht das Platzieren der Pflanzen, Pflanzenfresser und Fleischfresser schon. Darüber hinaus bleibt eine merkliche, wirkliche Evolution jedoch aus, was schade ist. Da hilft auch die Bestenliste nicht viel, in der die Welten von euch und fremden Spielern verglichen werden. Nach einem interessanten Start geht einfach der rote Faden irgendwie verloren, schnell fehlt es an neuen Lebensformen, neuen Gebäuden und merklichem Fortschritt. Schade, denn die Idee hinter Intelligent Design, als auch die ersten Spielminuten, sind wirklich vielversprechend.

Grafik und Sound

Die Lichteffekte und Gebäudedesigns von Intelligent Design sind für ein recht kleines Projekt sehr schön. Dieses Potenzial wird von den restlichen Spielelementen nur wenig genutzt. Während die Lebensformen als eishockeypuckförmige Dinge über den Boden wuseln, wachsen Pflanzen als starre, grüne Säulen in den Himmel. Auch die einfarbige Marsumgebung, die ringsum von einer eher unschönen Talwand abgeschlossen wird, macht das nicht besser. Auch der Soundtrack hält sich ziemlich bedeckt und äußert sich meistens eher als Windrauschen.

Fazit

Intelligent Design hat gute Ansätze, die, wenn richtig weitergeführt, ein spaßiges Sandboxspiel zustande bringen könnten. Diese Ausführung kommt aber leider ein wenig zu kurz.

 

Intelligent Design: An Evolutionary Sandbox (PC)

Intelligent Design: An Evolutionary Sandbox (PC)
6

Setting

6.5 /10

Gameplay

6.5 /10

Grafik und Sound

5.0 /10

Pros

  • Simples Gameplay
  • Schöne Lichteffekte

Cons

  • Zu wenig Content
  • Verwirrende Menüführung
  • Unschöne Modelle und Spielumgebung

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