Johnny Graves- The Unchosen One (PC)

Geladen und entsichert! Mit Johnny Graves- The Unchosen One von Stupid Stupid Games dürft ihr euch in den ultimativen Kampf stürzen. Seit dem sechsten April ist der Top-down Shooter auf Steam verfügbar und wirft euch in einen epischen Konflikt zwischen Himmel und Hölle. Wie sich Johnny im Praxistest schlägt, könnt ihr hier rausfinden.

Setting

Hier wird nicht lange gefackelt. Die Geschichte beginnt damit, dass der alte Herrscher der Hölle, Satan, in einem brutalen Kampf um den Thron gestürzt wird. Damit steht aber bei Weitem kein Zeitalter des Friedens bevor. Ein neuer Satan krallt sich die Herrschaft über die Hölle und will jetzt gegen das Himmelreich in den Krieg ziehen. Die Aussichten auf Hoffnung sind gering… aber eine letzte Chance gibt es noch. Ausgerechnet der Sohn des alten Satan, Johnny Graves, will seine Vergangenheit hinter sich lassen und endlich zu den Guten gehören. Jetzt stellt er sich mit einer Reihe von Fähigkeiten und einem Revolver den Horden der Hölle entgegen. Aber ob er damit Erfolg hat und das Grab seines Vaters erreicht, um ihn wiederzubeleben, entscheidet ihr…

Gameplay

Wer auf Action steht, findet sie in Johnny Graves- The Unchosen One reichlich. Das Spiel ist eine Mischung aus Shooter und Top-down Action-RPG, wobei sich der Rollenspielteil ziemlich begrenzt hält. Aus der Vogelperspektive erkundet ihr die düsteren Areale und benutzt die Maus, um mit eurem Revolver auf Gegner zu Schießen oder Gunskills einzusetzen, die euren Kugelschaden erhöhen. Wie in einem normalen Shooter müsst ihr eure Waffe auch nachladen, ausserdem habt ihr noch die Option, euch einem Druck der Shifttaste über eine kurze Distanz zu teleportieren. Werdet ihr von einem Gegner getroffen und verliert Energie, müsst ihr Shootertypisch Power-Ups einsammeln, um diese wieder aufzufüllen.

Und hauptsächlich war es das auch schon. Die Herausforderung in Johnny Graves liegt in dem geschickten Einsetzen eurer Kampftechniken gegen die verschiedenen Gegnerarten und Bosse. Das funktioniert an sich auch ganz gut, das Kampfsystem ist einigermaßen unterhaltsam, wenn auch simpel. Darüber hinaus fehlt es dem Spiel aber deutlich an Substanz. Es gibt keinerlei Waffenpickups, mit denen ihr euren Spielstil anpassen könnt. Auch wirkliche Charakterprogression im Sinne von Upgrades fehlt, das stückchenhafte Freischalten der Waffenskills sind da leider nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Schön wäre neben einem Lootsystem vor allem eine Option, durch gesammelte Erfahrung beispielsweise Schussraten, Charaktergesundheit oder ähnliches aufzuwerten.

Das hinterlässt Johnny Graves- The Unchosen One gameplaytechnisch in einer etwas seltsamen Lage. Das Kampfsystem hat durchaus sehr gute Ansätze, die Mischung aus „Zielen und Schießen“ und den unterschiedlichen Fähigkeiten kann Spaß machen. Für einen Shooter beschränkt die geringe Waffenauswahl und das recht einfache Zielen aber zu sehr die taktischen Möglichkeiten, für ein Rollenspiel fehlt es in den Arealen oft an Erkundungsmöglichkeiten, Quests und Freiheiten in der Gestaltung des Charakters.

Grafik und Sound

Wenn es in einem Spiel um einen Rachefeldzug gegen die Ausgeburten der Hölle geht, erwartet man sicher keine leuchtenden Farben und grüne Wiesen. Man rechnet mit düsteren Korridoren, Blut und ekligen Kreaturen. Das trifft Johnny Graves voll auf den Punkt, besonders das Gegnerdesign ist stimmungsvoll und gut gelungen. Leider gehört euer Hauptcharakter ebenfalls zu den ekligen Kreaturen, menschliche Charaktere sehen ein bisschen zermatscht aus. Die Musik ist düster und atmosphärisch, auch die Soundeffekte passen. Hier gibt es keine Beschwerden.

Fazit

Ein relativ günstiger und witziger Shooter mit ein paar interessanten Mechaniken, abgesehen von fehlender Substanz.

Johnny Graves- The Unchosen One (PC)

6,99
Johnny Graves- The Unchosen One (PC)
6.3333333333333

Setting

8/10

    Gameplay

    5/10

      Grafik und Sound

      7/10

        Pros

        • Cooles Kampfsystem und Bosse
        • Düsteres Design
        • Interessante Story

        Cons

        • Zu wenige Charakteroptionen
        • Keine Auswahl an Waffen

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