Kadebostany – Monumental

Als „Herrscher des Imperium-Pops“ werden sie bezeichnet. Mag nun einerseits natürlich daran liegen, dass dieser Begriff nicht weit verbreitet ist und man sich nicht allzu viel darunter vorstellen kann. Dennoch kann man ruhigen Gewissens sagen, dass Kadebostany ihr Handwerk verstehen.

Die Kombo aus der Schweiz – sorry, aus Kadebostan, denn sie haben ja ihr ganz eigenes Land gegründet, in dem niemand ihnen etwas vorschreiben darf… – ist anders. Nicht nur aufgrund der Ländergründungssache, sondern auch musikalisch. Kadebostany lassen sich schwer in eine Schublade stecken – und genau das wäre auch gar nicht ihr Ziel. Um es aber doch mal allgemein auszudrücken, sagen wir einfach, es ist eine Mischung aus Pop- und Electro-Musik. Ein bisschen futuristisch angehaucht.

Ein Hörer im Zwiespalt

Das neue Album „Monumental“ macht das erneut sehr deutlich. Die Songs sind abwechslungsreich und stecken voller Überraschungen. Manche davon sind positiv, andere hingegen erscheinen etwas wie wirre Kunst.

13 Titel sind auf dem Album zu finden, von denen einige auch durchaus Chartpotential haben. Da wäre beispielsweise „Rising Empire“: schöne Synth-Klänge und eine wunderbare weibliche Stimme, die die Töne auf dem Punkt trifft. Problematisch wird es hingegen bei einigen anderen Nummern. Wenngleich Kadebostany gerne experimentieren, ist man hier etwas über das Ziel hinausgeschossen und will zu viel auf einmal, sodass nicht Halbes und nichts Ganzes dabei herauskommt. Zu viele Gastsängerinnen, zu viele unterschiedliche Elemente, die nicht miteinander harmonieren.

Während man also das Album „Monumental“ hört, wird man immer wieder aus dem Genuss herausgerissen und findet nur wenige Songs, die man gerne ein zweites oder drittes Mal hören möchte. Schade, denn das Potential ist da, bei der Umsetzung hapert es hingegen noch sehr.

 

Kadebostany - Monumental

Kadebostany - Monumental
6.4

Titelauswahl

6.4 /10

Pros

  • Einige Nummern, die Hitpotential haben
  • Vor allem "Rising Empire" weiß zu begeistern

Cons

  • Viele Versuche, die nicht ganz gelungen sind
  • Zu viele Experimente, die unrund wirken

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.