Kick Ass Commandos (PC)

Explosionen! Waffen! Blut! … Explosionen! Die Bestandteile für einen guten Top-Down Shooter sind eigentlich recht simpel, und je mehr von allem im Spiel ist desto besser. Meistens schießt man sich dann als einsamer Held durch ganze Armeen von Fieslingen, die einem ans Leder wollen. Aber manchmal reicht ein einziger Held halt nicht. Darum übernehmt ihr in Kick Ass Commandos gleich die Kontrolle über eine ganze Gruppe von aufgepumpten, waffenstrotzenden Supersoldaten. Feuer frei!

Setting

Ganz im Sinne von Actionfilmen der 80er geht es in Kick Ass Commandos um knallharte Kerle und eine absolut unverantwortliche Menge an Sachschäden. In 5 Kapitel dürft ihr euch mit eurem Übersoldatencommander durch Tonnen von Gegner ballern und müsst dabei verschiedene Missionen erfüllen. Manchmal muss ein bestimmtes Gebäude oder Gegner zerstört werden, mal müsst ihr wen befreien oder beschützen, mal einfach zum Ende des Levels kommen. Was eure Commandos aber so Kick Ass macht, ist die Möglichkeit, andere Soldaten zu befreien. Diese schließen sich euch dann an und lassen gemeinsam die Hölle auf die Gegner los! Könnt ihr euch durch die beinharten Missionen kämpfen und ans Ziel gelangen?

Gameplay

Im Grunde spielt sich Kick Ass Commandos wie andere, typische Top-Down Shooter. Ihr lauft und schießt, bis ihr am Ende seid oder im Kugelhagel der Feinde verschwindet. Der Clou bei der Sache sind die Soldaten, die ihr befreien könnt. Statt nämlich irgendwo wild rumzurennen und auf alles zu schießen was sich bewegt, gesellt sich der Befreite zu euch und wird genauso gesteuert wie euer Hauptcharakter. Das heißt im Endeffekt, dass sich mit jedem befreiten Soldaten eine Traube an waffenstrotzenden Muskelmännern um euch bildet. Jeder Soldat hat dabei eine eigene Waffe, eine eigene Lebensanzeige usw. Schafft ihr es, dass die Soldaten also nicht von den Feinden niedergemäht werden, habt ihr zum Ende des Levels die Kontrolle über ein zehnköpfiges Zerstörungskommando, was in sekundenschnelle so ziemlich alles niederwalzen kann. Brutal!

Allerdings auch brutal schwer. Mit seinem Schwierigkeitsgrad ist Kick Ass Commandos sicher nichts für Anfänger. Zwar könnt ihr den Schwierigkeitsgrad in mehreren Stufen einstellen, aber selbst auf dem leichtesten Schwierigkeitsgrad kriegt euer Männerhaufen Schaden von allen Seiten. Das macht es nicht ganz einfach abzuschätzen, wie Kick Ass Commandos eigentlich gespielt werden soll. Rennt ihr einfach blindlings und wild ballernd auf die Gegner zu, kann das manchmal gut gehen und ihr überlebt, es kann aber auch gut sein, dass euch die Gegner binnen weniger Sekunden niedermähen. Auch die Reichweiten der Waffen wirken recht willkürlich. Es kann durchaus sein, dass Gegner bereits aus mehreren Metern Entfernung bereits mit voller Kraft auf euch feuern können, während eure Kugeln auf halber Strecke verenden.

Ihr könnt aber auch strategisch an Kämpfe rangehen, oft bleibt euch sogar keine andere Möglichkeit. Allein dafür zu sorgen, dass keiner eurer Soldaten hängen bleibt während ihr weiter in Richtung Action lauft, erfordert grade in engen Korridoren einiges an Organisation. Und selbst wenn ihr dann alle Charaktere beisammen habt, bedeutet das noch lange nicht, dass ihr den blitzartigen Kämpfen gewachsen seid. Auch das Aufsammeln von Powerups ist nicht ganz einfach, da diese nur aufgesammelt werden, wenn euer Hauptcharakter darüber läuft. Habt ihr eine Mission dann geschafft, erhaltet ihr Skillpunkte mit denen ihr euren Commander aufwerten könnt.
Allgemein ist das Gefühl beim Spielen von Kick Ass Commandos ein gemischtes. Auf der einen Seite wollt ihr mit voller Waffenkraft und ohne großes Nachdenken auf die feindlichen Basen losgehen und Sachen hochjagen. Auf der anderen Seite müsst ihr durch die Gruppenmechanik, die an sich interessant ist, schauen, dass sich auch ja alles so bewegt wie ihr wollt und mit der Steuerung rumfriemeln. Habt ihr das dann geschafft, ist das dringend benötigte Energiepowerup auch schon verschwunden. Ausserdem: Kein Multiplayer? Ich weiß, dass es durch die Gruppenmechanik etwas kompliziert wäre, aber wenn ich bei einem Top-Down Shooter an eines denke, dann sind es die Freunde, mit denen ich Coop durch die Armeen fräsen will.

Grafik und Sound

Der Soundtrack des Spiels ist bei mir direkt auf Wohlwollen gestoßen. Während des gesamten Spiels werdet ihr von einem schnellen und harten Metalsoundtrack begleitet. Brutale Gitarrenriffs und ein dröhnendes Schlagzeug sind genau was man braucht, wenn man sich mit voller Gewalt durch Gegnermassen schießt. Apropos Gewalt: Auch grafisch macht Kick Ass Commandos einiges her. Das Blut spritzt über die gesamte Karte, und kaum schießt ihr los beginnen schon aus allen Richtungen Dinge zu Explodieren. Granaten fliegen, Raketen sausen in herrlicher Pixelgrafik- einfach gut.

Fazit

Für einen einfachen und brutalen Shooter baut Kick Ass Commandos mit Grafik, Sound und der 1000-Soldaten-gleichzeitig-Mechanik einen soo guten Rahmen auf. Leider sorgt grade letzteres für eine Menge Kopfzerbrechen und bremst das Gameplay besonders auf engen Karten unglaublich aus. Da fragt man sich, wer hier eigentlich den „Asskick“ kassiert.

Kick Ass Commandos (PC)

Kick Ass Commandos (PC)
7.1

Setting

7.0 /10

Gameplay

5.3 /10

Grafik und Sound

8.9 /10

Pros

  • Viele spielbare Missionen
  • Toller Soundtrack und schicke Grafik
  • Achievements und mehrere Schwierigkeitsgrade

Cons

  • Spielgeschwindigkeit variiert
  • Schnell frustrierend
  • Kein Multiplayer/Coop

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