Kidnap (DVD)

Ein Horrorszenario für jedes Elternteil: das eigene Kind wird entführt! Allein diese Tatsache, macht einen Film schon mal spannend, denn man möchte natürlich, dass das Kind schnell wieder ins behütete Heim zurückkehren kann. Somit hat der Film „Kidnap“ schon mal einen Punkt gelandet, indem die Grundstory für viel Spannung sorgen kann. Doch ist das visuelle Erlebnis dann tatsächlich so aufregend?

Worst Case Szenario für Eltern!

Eigentlich soll es ein richtig schöner und unvergesslicher Mutter-Kind-Tag werden. Karla (gespielt von Halle Berry) geht mit ihrem Sohn Frankie (gespielt von Sage Correa) auf den Jahrmarkt. Sie spielen Verstecken und haben unheimlich viel Spaß. Doch dann ist Frankie plötzlich weg – treibt er das Versteckspiel etwa zu weit? Nein! Denn da sieht Mama Karla gerade noch, wie ihr Sohn in ein Auto gezerrt wird und dieses davon rast. Kurzerhand nimmt sie selbst die Verfolgung auf um ihren Sohn zu retten.

So weit, so gut. Bis zu diesem Punkt alles vollkommen logisch, denn jede Mutter würde wohl alles tun, um ihr Kind zu retten. So wundert es nicht, dass sie sich zunächst an den Fluchtwagen hängt und versucht die Tür zu öffnen. Es verwundert auch nicht, dass sie in ihr eigenes Auto steigt und sich mit dem Entführer eine Verfolgungsjagd liefert. Was aber verwundert, sind die zahlreichen Logikfehler dieses Films. Wie schafft es Karla immer wieder den Entführer zu finden, auch wenn sie einen Zwischenstopp bei der Polizei einlegt? Wie kann es sein, dass ihr Tank schon zu Beginn der Fahrt nahezu leer war, sie aber Meile um Meile weiter fährt? Das sind nur zwei Dinge, die sich der aufmerksame Zuschauer während des Films fragt.

Durchaus spannend, doch voller Logikfehler

Viel schlimmer aber ist das ständige „Oh mein Gott, oh mein Gott“. Ehrlich? Ein bisschen kreativer hätte man da schon sein dürfen. Und nein, mehrfach ein „Ihr habt das falsche Kind entführt“ hilft da auch nicht weiter. Ihr merkt schon: an Dialogen hat der Film nicht viel zu bieten. Dennoch wirkt Halle Berry in der Rolle der besorgten, aber wild entschlossenen Mutter überzeugend – an ihrem schauspielerischen Talent ist einfach nichts auszusetzen.

Auch die Actionszenen sind gelungen, keine Frage. Theoretisch ist „Kidnap“ also kein schlechter Film, er ist zwar vorhersehbar, dennoch kommt stellenweise ordentlich Spannung auf. Popcorn darf man entsprechend gern bereit halten. „Kidnap“ ist ein solcher Film, von dem man sich eher berieseln lässt und bei dem man nicht fanatisch auf Logikfehler achten sollte. Dann bekommt man tatsächlich einen Streifen geliefert, der eine Weile unterhalten kann, die technischen Voraussetzungen sind jedenfalls gut genug. Wäre da doch bloß nicht das nervige ‚Oh mein Gott!’….

Kidnap

Kidnap
7.9

Story

8/10

    Storyumsetzung

    7/10

      Schauspieler

      9/10

        Spannung

        8/10

          Pros

          • Viele spannende Actionszenen
          • Halle Berry spielt ihre Rolle sehr gut

          Cons

          • Sehr viele Logikfehler
          • Nervige Monologe wie "Oh mein Gott"

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