Kochbuch ohne Rezepte – Küchenpraxis

„Kochbuch ohne Rezepte“ – tatsächlich erregt schon allein dieser Titel erstmal Aufmerksamkeit. Was soll man sich bei diesen im Verlag Anton Pustet erschienenen Buch von Ingrid Andreas wohl vorstellen? Der Untertitel dieses ersten Bandes einer vierteiligen Reihe lautet im Übrigen „Küchenpraxis“, was wiederum den ersten Hinweis geben könnte.

Tatsächlich handelt es sich hier um den Auftakt einer Buchreihe, den jeder gelesen haben sollte, der sich mit Leidenschaft für das Thema kochen interessiert oder gerade seine ersten Versuche am Herd wagt. Oder sogar solche, die Kochen überhaupt nicht mögen und es für eine lästige Notwendigkeit halten. Diesen Menschen ist tatsächlich gleich das erste Kapitel „Für Pflichtkocher, Kochmuffel, Vielkocher und Gernekocher“ ans Herz zu legen. Und wer weiß? Vielleicht wird das Interesse dann dermaßen geweckt, dass man mit Eifer die folgenden Kapitel ebenfalls verschlingt.

Alles, was man rund um die Küche und die Küchenhelfer wissen muss

Da geht es dann nämlich um die Vorratsküche, um Suppen, Saucen und Öle. Das Binden von Flüssigkeiten, Garmethoden und Konservierung kommt ebenfalls zur Sprache. Es geht in diesem Buch also hauptsächlich darum, einige Grundsätze der Küchenarbeit zu erfahren und zu verstehen. Wir lernen zum Beispiel, wann sich eine Frischhaltefolie besser eignet als eine Aluminiumfolie und umgekehrt. Oder welche Alkoholarten zum Kochen am Besten geeignet sind. Oder welche Gewürze unbedingt in den Gewürzschrank gehören.

Besonders erwähnenswert sind des Weiteren die Kapitel „Kochen von A-Z“ und „Maße und Gewichte, Abkürzungen“. In ersterem werden nicht nur Begriffe, die wir häufig in Kochbüchern finden, erläutert, sondern auch verschiedene Küchengeräte und deren Vorteile und Verwendungszwecke vorgestellt. Der Titel des anderen genannten Kapitels spricht hingegen für sich, allerdings ist hier besonders gut gelungen, dass für verschiedene Grundnahrungsmittel Mengenberechnungen für eine Person angegeben sind – egal ob bei Suppen, Fisch oder Beilagen. Zu guter Letzt gibt es dann sogar noch eine kleine österreichisch – deutsch Übersetzung – so ist das Buch wirklich überall gut zu lesen und zu verwenden. Wer letztendlich Gefallen an diesem ersten Band gefunden hat und wie wir mit einem enormen Wissenswachstum aus der Lektüre herausgegangen ist, der wird sich sicherlich auch die Bänder 2-4 anschaffen wollen.

Kochbuch ohne Rezepte - Küchenpraxis

9.4

Informationsgehalt

9.6/10

Bebilderung

9.2/10

Pros

  • Von Saucen bis zu Küchengeräten!
  • Für Küchenanfänger und Hobbyköche gleichermaßen geeignet
  • Sehr gut und verständlich geschrieben
  • Mit hilfreichen Bildern

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.