Lake Bodom (DVD)

Wie machen es wohl die meisten Menschen in der Regel, bevor sie sich einen Film anschauen? Genau, sie informieren sich über den Inhalt und schauen wenn möglich den Trailer zum Film. Gut, es ist bekannt, dass Trailer gerne etwas spannender und interessanter gestaltet werden, als der Streifen selbst dann tatsächlich ist. Und wenn der Trailer schon nicht überzeugen kann, dann wird man wohl die Finger vom Film selbst lassen. Das ist aber nicht immer die beste Entscheidung!

Der Trailer führt in die Irre

Schaut man sich den Trailer zu „Lake Bodom“ an, so wird das Interesse nicht richtig geweckt werden. Zwar macht der Trailer deutlich, dass es hier um Angst und Schrecken und eine Gruppe Teenager geht, doch so richtig eindrucksvolle Szenen bekommen wir nicht zu sehen. Da würde sich so mancher schon gegen den Film entscheiden. In diesem Fall aber übertrumpft der Film selbst seinen eigenen Trailer!

„Lake Bodom“ handelt von einer Gruppe Freunde, die dich an einen See in der Nähe von Helsinki begibt, um eine alte Geschichte in Erinnerung zu rufen. Vor etwa 50 Jahren wurden mehrere junge Camper an diesem See grauenvoll ermordet – wenn das mal nicht der perfekte Ort für einen kleinen Wochenend-Trip ist… Die Jugendlichen versprechen sich natürlich eine Menge Spaß von ihrem Ausflug, doch es kommt ganz anders, als sie denken. Denn plötzlich müssen auch sie um ihr Leben kämpfen…

Gelungener Teenie-Thriller

Zugegeben: die Story ist nicht neu und hat man in dieser oder ähnlicher Form schon des Öfteren gesehen. Allerdings beruht die Handlung diesmal auf wahren Begebenheiten, wenngleich die Drehbuchautoren sicherlich auch ihre eigene Fantasie mit einfließen lassen haben. Aber mit diesem Hintergedanken ist „Lake Bodom“ natürlich schon ein wenig gruseliger…

Angeblich sollen wir es hier mit einem „Skandinavischer Hardcore-Horror-Hit“ zu tun bekommen. Das ist schon etwas weit hergeholt. Hardcore-Horror ist „Lake Bodom“ nicht, das erkennt man schon an der Altersfreigabe ab 16 Jahren. Allzu viel Blut fließt hier ohnehin nicht, dafür bekommt man aber spannende Szenen und auch den einen oder anderen Schockmoment zu sehen. Auch wartet der Film mit einer Handlungswendung auf, die so wohl kaum jemand erwartet hätte.

Sicherlich: Man hätte „Lake Bodom“ noch eine Prise spannender und horror-artiger machen können. Und ja, Teenager-Horrorfilme gibt es zu Hauf. Aber das bedeutet ja längst nicht, dass Fans des Genres sich nicht auch über neuen Stoff freuen würden! Wenngleich an der Handlung also noch etwas Potential nach oben gewesen wäre, hat man doch hier einiges genau richtig gemacht. Zum Beispiel die Wahl der Darsteller. Allesamt bisher recht unbekannt, aber durchaus talentiert.

Auch die Qualität des skandinavischen Films ist überraschend gut, inklusive der deutschen Synchronisation. Wer also gerne mal wieder einen etwas neueren Teenie-Thriller sehen möchte, der ist mit „Lake Bodom“ gut bedient.

Lake Bodom

Lake Bodom
8.3

Story

8.1 /10

Spannung

8.0 /10

Bild- und Tonqualität

8.7 /10

Pros

  • Basierend auf einer wahren Begebenheit
  • Spannender Plottwist
  • Gut gewählte Darsteller
  • Technisch gelungen

Cons

  • Hebt sich nicht von der Masse ab

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