Mantis Burn Racing (PC)

Ab ins Auto und Fuß auf’s Gaspedal! Ein neuer Racer ist auf dem Markt, der zumindest für eine gewisse Zeit die Herzen der Rennspiel-Fans höher schlagen lassen kann.

„Mantis Burn Racing“ ist ein schönes Rennspiel für Zwischendurch. Eine Story gibt es nicht, dafür eine Karriere mit mehreren Seasons. Gestartet wird als Anfänger, wobei ein netter Herr uns erklärt, was uns erwartet und wie es sich mit Upgrades verhält. Doch dazu später mehr, stürzen wir uns zunächst gleich mal ins erste Rennen.

Frei wie ein Vogel…

Bei diesem ersten Rennen in einer wüstenartigen Landschaft fällt noch vor dem Start der erste Minuspunkt ins Auge. Die Kameraeinstellung. Zwar wird erwähnt, dass die Kameraeinstellung per Knopfdruck verändert werden kann, dass die Veränderungen aber nur geringfügig sind, müssen wir schnell selbst feststellen. Im Grunde gibt es nur die Möglichkeit, von oben auf das Geschehen herab zu schauen, eine First Person Perspektive wie bei vielen anderen Rennspielen gibt es nicht. So hat man ein wenig das Gefühl, man schaue kleinen Matchbox-Autos zu.

Im Laufe des Spiels kann man sich aber an diese Kameraeinstellung gewöhnen, wenngleich es dadurch durchweg an dem sonst so geliebten „ich fahr die Karre selbst“ Gefühl fehlt. Positiv dabei ist die Steuerung zu erwähnen. „Mantis Burn Racing“ kann sowohl mit einem Controller als auch der Tastatur gespielt werden und auch letzteres ist eine gute Möglichkeit, die Rennen solide zu fahren. Die Wagen lassen sich gut steuern und ändern mit Upgrades ihr Fahrverhalten.

Wo stellt man das denn lautlos?

Upgrades gibt es – wir wollten ja nochmal drauf zurück kommen – wenn genug Aufgaben erfüllt und Rennen gewonnen sind. Dann können wir in der Werkstatt die erspielten Upgrades einbauen lassen, wenngleich die Auswahl nicht allzu groß ist. Selbiges gilt für die Fahrzeuge. Zwar kommen im Laufe des Spiels neue Rennwagen hinzu, aber die Qual der Wahl hat man hier nicht. Gut, es handelt sich auch nicht um einen Vollpreistitel, weshalb das so schon in Ordnung geht.

Was jedoch nur für eine Weile in Ordnung geht, ist der Sound. Dieser ist für ein Rennspiel etwas mager, die Motoren hätten ein wenig mehr Rumms vertragen können. Und die Musik wiederholt sich ständig, während sie so vor sich hinplätschert. Spätestens nach 30 Minuten wird es dann schon nervig.

Positiv zu bewerten ist im Gegensatz dazu die Grafik. Diese ist sogar richtig gut! Viele kleine Details können entdeckt werden, wenn man seinen Blick mal von der Rennstrecke abschweifen lässt. Zum Beispiel ist in der Ferne ein Yachthafen zu erkennen, den man dann in einem späteren Rennen erst aus der Nähe zu Gesicht bekommt.

Ein Spiel mit Ecken und Kanten

„Mantis Burn Racing“ hat also seine Stärken und Schwächen, ist im Grunde aber ein solides Rennspiel, das für eine kurze Zeit Spielspaß verspricht. Theoretisch ist das Spiel auch online gegen echte Spieler spielbar. Praktisch konnten wir uns dazu jedoch keine Meinung bilden, denn innerhalb einer Woche, in der wir es zu den unterschiedlichsten Uhrzeiten immer wieder versucht haben, war nie ein Mitspieler zu finden. Ob der Multiplayer also Spaß macht, können wir nicht beurteilen. Doch das Spielen der Karriere ist amüsant und weckt den Ehrgeiz. Es geht nämlich nicht nur darum, Rennen zu gewinnen, sondern auch bestimmte Herausforderungen, wie beispielsweise eine Distanz von 1000 Meilen während eines Rennens zu driften, sind zu bewältigen. Sparen wir uns also Vergleiche mit AAA-Titeln – „Mantis Burn Racing“ ist ein kurzweiliges Indie-Spiel us dem Rennspielbereich, das sicher seine Fans finden wird.

 

Mantis Burn Racing

Mantis Burn Racing
7.5

Umfang

7.2/10

Grafik

9.0/10

Sound

5.5/10

Steuerung

8.3/10

Spielspaß

7.3/10

Pros

  • Sehr schöne Grafik mit vielen Details
  • Langer Karrieremodus
  • Gelungene Steuerung
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Cons

  • Gewöhnungsbedürftige Kameraeinstellung
  • Schnell störender Sound
  • Keine Gegner im Online-Modus zu finden

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