MHRD (PC)

Des einen Leid ist des anderen Freud‘, heißt es. Und für viele könnte die Idee, in einem Spiel eine eigene und simple CPU zu programmieren, sicher die Haare sträuben. Große Spielereien gibt es hier nicht: Um voran zu kommen müsst ihr viel lesen, denken und lernen. Für Hardware- und IT-Affine könnte „MHRD“ aber grade dadurch besonders interessant sein.

Setting

Ihr seid der neu eingestellte Programmierer bei dem Hardwareunternehmen „Microhard“. Und ob ihr nun tatsächlich bereits Programmiererfahrung habt oder komplett neu einsteigt: Der Job muss gemacht werden. Eure Aufgabe ist, innerhalb eines Workspace Schritt für Schritt eine simple CPU zu programmieren. Dabei wird euch ein wunderbar simples Interface geboten, dass an einen etwa 20 Jahre alten Computer erinnert. Ihr lernt, wie eine CPU aufgebaut ist, schreibt nach und nach die benötigten Teile zusammen und habt am Ende hoffentlich etwas halbwegs anschaubares zusammenprogrammiert.

Gameplay

Zuerst: Ich habe keinerlei Erfahrung im Programmieren. Alles, was ich also zum „arbeiten“ in „MHRD“ benötige, musste ich mir im Spiel selbst zusammenlernen. Das ist mit etwas Geduld auch machbar, denn im Spiel sind eine Hand voll Tutorials enthalten, die euch in die Begriffe und Prozesse der Programmierung einführen. Die Idee ist im Grunde, dass euer fertiges Produkt, die CPU, aus verschiedenen Teilen besteht, aus verschiedenen Gates, Wires, Bus-Typen. Im Verlauf des Spiels werden euch dann immer wieder Aufgaben gestellt, in denen ihr besagte Teile zusammenprogrammiert und am Ende zu einem großen Ganzen hinzufügen könnt. Der gesamte Prozess ist sehr an der Hand gehalten und kann dadurch für erfahrene Programmierer vielleicht etwas gradlinig sein, für Semi-Anfänger gibt es aber ausführliche Erklärungen, eigene Workspaces, in denen ihr eure Werke testen könnt und so weiter.

Aber viel von einem „Spiel“ hat „MHRD“ nicht. Die Hauptaufgabe des Programms besteht halt wirklich darin, verschiedene Teile wie vorgegeben zu programmieren und das kann für absolute Programmier-Noobs wie mich ein sehr steiniger Weg sein. Sich in die Materie einzuarbeiten kann recht dröge sein, besonders durch den charmanten, aber etwas drögen, Retro-Stil des Programms. Man benötigt eine Menge Konzentration, und ein falsch gesetztes Satzzeichen kann dazu führen, dass eure gesamte Aufgabe scheitert.

Grafik und Sound

Entsprechend der Technik, die „MHRD“ versucht zu emulieren, ist das Erscheinungsbild recht simpel. Ihr könnt die Schriftfarbe ändern, euren Fortschritt zurücksetzen und das wars. Beim Starten des Progamms hört ihr, wie ein alter PC mühsam hochfährt und während eurer Arbeit friedlich brummt. Beim Programmieren selber weiß man das simple Interface und die wenigen grafischen Gimmicks aber schnell zu schätzen.

Fazit

Nicht wirklich ein Spiel, aber eine lehrreiche Erfahrung mit leichtem Nostalgiefaktor.

MHRD (PC)

MHRD (PC)
8

Setting

8.0/10

Gameplay

7.0/10

Grafik und Sound

9.0/10

Pros

  • Für Technikbegeisterte sehr interessant
  • Schöne Optik

Cons

  • Wenig
  • Für Neueinsteiger etwas schwer

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.