Mistover (PC)

Roguelike und Dungeoncrawler RPG – so wird „Mistover“ angepriesen. Das rundenbasierte Rollenspiel in Animeoptik ist frisch erschienen und soll für stundenlangen Spielspaß sorgen. Doch tut es das wirklich?

Auf in den Kampf!

Bei „Mistover“ leiten wir eine Expedition, die aus verschiedenen Klassen besteht. So können wir beispielsweise eine Hexe und einen Paladin in unser Team aufnehmen. Alle Klassen haben ihre eigenen Skills und damit entsprechend ihre Vor- und Nachteile. Wichtig ist es, eine passende Mischung zu finden, um die Expeditionen erfolgreich meistern zu können.

Unsere Aufgabe ist es, die Expedition Corps dabei zu unterstützen, den unheimlichen Nebel zu erkunden, der das Königreich Arta bedeckt hat und ein Heilmittel gegen die Fäulnis zu finden, die von diesem ausgeht. Dabei werden wir in verschiedene Dungeons geschickt und treffen dort auf Gegner und finden Schätze. Zu Beginn des Spiels können wir zwischen drei verschiedenen Schwierigkeitsgraden wählen – es ist also für jeden etwas dabei.

Gutes Spiel mit kleinen Kritikpunkten

Die Kämpfe finden rundenbasierend statt und sind dabei recht typisch für das Genre. Neben den Dungeons gibt es noch die Stadt, in der wir unsere Aufträge erhalten, Teammitglieder aufnehmen und unsere Vorräte im Shop auffrischen können. Ein umfangreiches und gutes Tutorial bringt uns sämtliche Möglichkeiten näher, sodass wir schnell das Spielprinzip verstehen können.

Im Grunde ist „Mistover“ ein sehr gelungenes Spiel, das für viele Stunden Spielspaß sorgt. Allerdings entwickelt sich das Spiel nach einer weile schnell zu einem Grinder. Die Auswahl von nur acht Klassen lässt den Spieler den Kampfmodus schon bald gut beherrschen, sodass man irgendwann nur noch durch die Dungeons zieht und vor sich hin kämpft. Was man allerdings auch tun muss, um im Spiel weiterzukommen, Equipment zu kaufen und die Kämpfer zu trainieren: Denn all dies kostet Gold – viel Gold! Leider unverhältnismäßig viel im Vergleich zu dem, was man durch Aufträge und Loot bekommt.

Einen weiteren kleinen Minuspunkt bekommt das Spiel für deutschsprachige Spieler. Es gibt relativ viel zu lesen, doch leider in nicht deutscher Sprache. Man sollte schon recht gut Englisch können, um der Story und dem Tutorial folgen zu können. Heutzutage vielleicht kein großer Stolperstein mehr, ansprechen möchte wir es eben dennoch.

„Mistover“ macht ansonsten vieles richtig und bietet dem Spieler viele verschiedene Karten und Dungeons, sodass es so schnell nicht langweilig wird – von dem Grinder-Aspekt einmal abgesehen, den manche aber sicher als durchaus positiv bewerten möchten. Grafisch gibt es ebenfalls nicht auszusetzen: Schöne Animegrafik in düsteren Gewölben. Wer japanische Spiele nicht gewohnt ist, der wird sich eventuell an der Sprachausgabe stören, doch trägt dies eben auch zur passenden Atmosphäre bei. Alles in allem hat „Mistover“ zwar noch Potential nach oben, wird aber Fans des Genres einiges an Freude bringen.

Mistover

7.8

Gameplay

7.2/10

Grafik

8.4/10

Sound

8.1/10

Steuerung

8.0/10

Suchtfaktor

7.2/10

Pros

  • Umfangreiche Spielwelt
  • Gelungene und abwechslungsreiche Dungeons
  • Schöne und passende Grafik
  • Gute Story

Cons

  • Leider nur auf Englisch und Japanisch
  • Items und Skills sind ziemlich teuer im Verhältnis zu dem, was man bekommt

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