Neptune: Arena FPS (PC, Preview)

Keine Klassen, keine Sonderfertigkeiten, keine Upgrades- Neptune: Arena FPS wirkt wie eine vielversprechende Rückkehr der Arenashooter, mit neuer Grafik und schnellem, skillbasierten Gameplay. Als Fan der Unreal Tournament-Spiele musste ich mir das natürlich ansehen. Bis jetzt ist Neptune zwar noch in Entwicklung, wir werfen aber trotzdem schonmal einen Blick drauf.

Setting

Eine Story gibt es hier nicht. Stattdessen stürzt man sich auf vier futuristischen Karten (Arenen) in schnelle Gefechte und versucht, Online oder gegen Bots so viele Kills wie möglich zu erzielen. Für Individualisten lassen sich mit Kills neue Ränge freischalten, die Zugang zu neuen Waffentarnungen ermöglichen.

Gameplay

Dem Spieler steht eine recht breite Auswahl an Waffen zur Verfügung, die alle recht einzigartig designed wurden, jedoch stereotypischen Shooterwaffen ähneln. Es gibt die Schrotflinte, eine Railgun, eine Linkgun (wie aus Unreal Tournament) und einige Plasmawaffen. Hier gibt es die ersten Mängel. Zwar sind die Waffentypen recht schick gestaltet, fallen aber fast vollständig im Gunplay durch. Viele der Waffen leiden unter einer grausigen Feuerrate, was die schnellen Gefechte etwas ausbremst. Noch störender als die Funktion der Waffen ist aber das Gefühl dahinter. Fast jede der Waffen fühlt sich an, als würde man nur Luft schießen. Das liegt unter anderem am Sounddesign (dazu später mehr), vor allem aber an fehlendem Rückstoß und kaum vorhandenem Trefferfeedback. Manche Waffen werden so schnell unbalanciert. Wozu sollte ich meine Standard-„White-Hot-Gun“ nutzen, wenn ich mit der Link-Gun dauerfeuern kann und den Gegner automatisch treffe? Mit dazu kommt, dass sich die Spieler sehr schnell bewegen, sich viele Projektile aber eher lahm verhalten. Mixt man das mit Spieler-Hitboxen, die im besten Fall recht klein und im Schlimmsten kaputt sind, ergibt das eine eher ernüchternde Shootererfahrung.

Dabei ist das Grundwerk, dass Neptune legt, ein wirklich gutes. Die Spielgeschwindigkeit ist so wie in den Vorbildern, das Konzept ist simpel, die Pickups und Level sind alle gut durchdacht. Mit einem Bot-Modus und Onlinedeathmatches zur Auswahl ist es vielleicht nicht der Inhaltreichste Shooter der letzten Jahrzehnte, könnte aber mit ein paar Anpassungen zumindest ein solider, kleiner Arenashooter werden.

Grafik und Sound

Auch hier machen sich eher gemischte Gefühle breit. Die Unreal-Engine, auf der Neptune basiert, hat zweifellos Power und hat uns ein Paar der bestaussehendsten Spiele der letzten Generation geliefert. Dass Neptune das auch kann zeigt sich… in Ansätzen. Vor allem ist er deutlich farbenfroher als viele vergleichbare Shooter, mit jeder Menge Neonelementen in der Umgebung und an den Waffen. Die Texturen in den Arenen wirken auch toll. All das bedeckt aber ein paar sehr grobschlächtige 3D-Modelle, die bis jetzt noch eher auf Amateurniveau scheinen. Dazu kommt, dass das Spiel unglaublich dunkel ist (viellleicht liegt das aber an meinem Bildschirm), hier würde ein Helligkeits- oder Gammaregler aber deutlich helfen, der im Spiel bis jetzt fehlt. Beim Sounddesign gibt es jedoch nichts zu beschönigen. Die Soundeffekte von so ziemlich ALLEM im Spiel wirken gebrochen und oft auch irgendwie recht billig.

Fazit

Ein etwas enttäsuschender Arenashooter mit vielen guten Ideen und Luft nach oben. Wir bleiben gespannt!

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